Rezensionen

Noah and the Whale – Last Night On Earth

Nachdem das gesamte letzte Noah And The Whale Album „The First Days Of Spring“ von der Bedrücktheit einer zerbrochenen Beziehung geprägt war, erwartet uns auf „Last Night On Earth“ mal wieder eine fröhlichere Mischung an Songs. Ein perfektes Album für den Frühling und die ersten Sonnenstrahlen. Sänger Charlie Fink scheint es wieder gut zu gehen. Die Briten mischten ein paar Elemente von „Peaceful, The World Lays Me Down“ und eine Prise „The First Days Of Spring“ in ihre neuen Lieder. Was daraus entstanden ist, hat Soul, Blues, Jazz… Es erinnert mich an die 50er und 60er Jahre irgendwo in den USA und doch bleiben das unverkennbar Noah And The Whale aus Great Britain. Deutlich gereift seit dem ersten Album, muss sich die Gruppe um Charlie, nun wirklich nicht mehr am Hit „5 Years Time“ messen.

Besonders angetan hat es mir der Titel „Life Is Life“, der bereits nach den ersten Klängen Lust auf mehr macht. Beschwingt geht es weiter bis Noah And The Whale bei „Wild Thing“, der kürzlich bereits als Gratis-Download seinen Weg in einige Ohren gefunden haben dürfte, nochmal kurz ein paar Gänge runter schalten, um dann direkt wieder schneller zu werden. Dieses Element taucht noch ein weiteres Mal auf und zwar gibt es auch diesmal wieder einen akustischen Titel zu hören, der eine wunderbare Einleitung für das langsam ausklingende Ende des Albums darstellt.

Neben den soeben erwähnten Songs finde ich allerdings auch „Give It All Back“  und „Waiting For The Chance To Come“ sehr gelungen. Den narrativen Stil des Songwritings hat Charlie definitiv nicht verloren. Es ist einfach herrlich ihm zuzuhören, wenn er mir mit seinen Songs, wie zum Beispiel mit „Just Before We Met“, Geschichten erzählt. Ob sie nun stimmen mögen oder doch nur frei erfunden sind, spielt eigentlich gar keine Rolle.

Nun erwähnte ich bisher eigentlich nur die schnelleren Stücke von „Last Night On Earth“… zu Unrecht, denn selbstverständlich ist es auch lohnenswert sich die ruhigeren Lieder zu Gemüte zu führen.

Mit „Old Joy“ verabschieden sich Noah And The Whale in ihrer letzten Nacht auf Erden und haben sich dafür sogar noch einen Gospelchor eingeladen. Einen schöneren Schluss als diesen kann es fast gar nicht geben.

„Last Night On Earth“ ist für mich die konsequente Fortführung des musikalischen Weges, den Noah And The Whale eingeschlagen haben. Ich freue mich auf die anstehende kleine Tour durch Deutschland und bin wirklich gespannt, was sie uns auf Album Nummer vier wohl präsentieren werden. Aber bis dahin ist ja noch Zeit.

Rating: ★★★★½
Noah and the Whale

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