Rezensionen

New Young Pony Club – The Optimist

Das wesentlichste Stilmittel dieser Band ist die Eingängigkeit. Beim ersten Hören von „The Optimist“ – auf angemessener Lautstärke, funktionieren die Songs auf Anhieb. Aber diese Einfachheit kann auch zum Verhängnis werden. Gerade zu leicht verdaulicher Musik, die einer sehr glatten Produktion unterliegt, geht der Saft schnell aus.

Die Band scheint nach einem vorgefertigten Plan für Electropop, speziell für Hipster zu schreiben. Eine einfache Melodie hier, ein bisschen Electro-Gefiepe da und etwas belanglose Texte „That’s what you are, you are stoned. That’s what you are, you are stoned.“ Ein paar „Oh, oh, ohs“ und „Ah, ha, ha, yeahs“ und fertig ist eine weitere Platte für besagte Zielgruppe. Die abermals wiederholten Refrains gehen auf die Nerven, vor allem wenn sie in solch einem monotonen, gelangweilten Ton gesungen sind. Zumindest die lustlose Darbietung ändert sich auf „We Want You“ und „Dolls“, für die Sängerin Tahita Bulmer aus dem Schlaf erwacht. Diese bleiben aber Ausnahmen.

Insgesamt besitzt „The Optimist“ gute Ansätze. New Young Pony Club wissen, wie freche, quirlige Synthesizer-Effekte funktionieren und sie besitzen ein gutes Gespür für eingängige Melodien, aber ihre Songs könnten gut ein paar Ecken und Kanten vertragen. Electropop-Gruppen gibt es genug, um da zu überleben muss sich diese Band etwas ausdenken.

Rating: ★★★☆☆
New Young Pony Club

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