Rezensionen

New Desert Blues – To Be My Own

New Desert Blues - To Be My Own

Nachdem New Desert Blues aus dem britischen Hampshire mit „Devil’s Rope“ Anfang 2014 ihre Debüt-EP veröffentlichten, durften sie sich in Deutschland endlich über steigendere Bekanntheit, und, neben einer Headline-Tour, auch über Supports von Augustines (vormals We Are Augustines) und Editors in Dortmund freuen.

Die Kurve zeigte für die Band also steil nach oben, der Dämpfer folgte dann aber schon im Herbst des selben Jahres, als New Desert Blues von ihrem Major Label gedropped wurden, noch bevor sie einen Song für dieses aufnehmen durften und die Band dann mit mäßigem Erfolg versuchte ihr Debüt-Album über Kickstarter zu finanzieren.

Schließlich hat die Band die Aufnahmen zum Debüt in den Vale Studios durchgeführt und es Anfang des Jahres nun geschafft das Ergebnis „To Be My Own“ zu veröffentlichen. Die einstige Aufmerksamkeit der Presse in Europa war natürlich inzwischen dahin und so ist „To Be My Own“ auch eine Art Neuanfang.

Für diesen hat die Band mehr als 50 Songs geschrieben und am Ende 13 Songs eingespielt. Das alte Konzept, jeden Song mit einem Männervornamen zu betiteln, wurde dabei ad acta gelegt;  ihrem staubtrockenen Indie-Rock mit, im positiven Sinne, großspurigen Tendenzen, sind sie jedoch treu geblieben.

Schon im Opener „Milk & Honey“ prischt man mit druckvollen Riffs und croonigem Gesang ordentlich nach vorn. In „Head Down“ wird noch ein wenig trockener aufgespielt, trotzdem lässt man dem Stück in den Strophen ein wenig Luft und sucht in den Refrains die großen Gesten. Überhaupt haben New Desert Blues insgesamt einen Hang zu überlebensgroßen Refrains. Teils schrammen sie damit haarscharf am Pathos vorbei und bieten Referenzen zu The Temper Trap, was manchmal etwas viel wirkt. In den meisten Songs überzeugen New Desert Blues jedoch und erschaffen hymnische Rocksongs mit typisch britischem Understatement in Erzählweise und mitreißenden Refrains.

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