Rezensionen

Murder By Death – Good Morning, Magpie

Die personifizierte Gänsehautstimme ist zurück. Murder by Death veröffentlichen Album Nummer 5, es hört auf den Titel Good Morning, Magpie. Adam Turla ist derjenige mit dieser Gänsehautstimme, der uns mit seinen Songs in den dunklen Wilden Westen bringt, zwischen Kneipenschlägerei und dem Duell bei Sonnenaufgang. Wie schon bei den Vorgänger bestimmen auch hier düstere Themen die Inhalte der Songtexte.

Ein wenig genervt zeigt sich Adam Turla schon, wenn man ihn auf die Verwandtschaft seiner Stimme mit der von Johnny Cash anspricht. Überall zieht dieser Vergleich auf, Johnny Cash auf Hustensaft wird zum Beispiel einmal getitelt. Nicht, dass er persönlich was gegen Cash hat, aber er selber sieht diese Vergleiche nicht. Er sei nicht mal so ein großer Fan und lässt sich eher von dunklen Westernmythen und Enrico Morricone beeinflussen, behauptet er Ende 2008 bei einem Interview mit uns. So ganz abschlagen kann man diesen Gedanken jedoch nicht, hört man die ersten beiden Songs des neuen Albums, die sich sehr dem Alkohol fröhnen. Neben den kurzen Gospelartigen Einstieg „Kentucky Bourbon“ und der Hymne einer jeglichen Wildwesternkneipenschlägerei „As long as there is whiskey in the world“. Wesentlich weniger geschlagen, dafür wird bei „On the dark streets below“ geswingt. Bläser finden ihren Einsatz und schon wieder fühlt man sich im Filmgenre der 30er Jahre versetzt.

Schon der Anfang des Albums wirkt und Murder by Death trällern einem die Saloonfähigkeit ihrer Songs glaubhaft rüber. Wesentlich ruhiger als der Anfang wird das in sich gekehrte „King of the Gutters, Prince of the Dogs“. Untergangsflair mit aufsteigender Sonne birgt der Titeltrack in sich. Düster und bitterer als alles vorherige und sorgt letztlich auch beim Allerletzten für die Gänsehaut. Fröhlich gepfiffen und sich langsam als Hit des Albums plaziert sich „You don´t miss twice(when you´re shavin with a knife)“ im Gehörgang. Zum Ende plätschert das Album ein wenig vor sich hin, jedoch ohne im Niveau zu sinken. Nur wird die ansteigende Kurve hierbei ziemlich gerade gehalten und weitere Highlight bleiben bis zum Ende Mangelware. Das Ende hierbei bildet „The Day“ der durch ein durch klingendes Piano ein letzter Aufrufzeichen setzt.

Schon mehrmals bewiesen haben Murder by Death die Soundtracklastigkeit. Auch bei dem Machwerk werden sie diesen Ruf nicht los, darum bittet aber auch keiner. Ein rundum gelungenes Album. Und bald auch wieder in Deutschland auf die Augen zu kriegen. Wir empfehlen euch herzlichst eins der folgenden Konzerte zu besuchen.

Rating: ★★★★☆
Murder by Death
Murder By Death auf Tour

22.Mai 2010 Chemnitz – Fuego a la Isla Festival
23.Mai, Beverungen, Orange Blossom Festival
24.Mai, Berlin, Festsaal
25.Mai, Köln, Gebäude 9
26.Mai, Hamburg, Molotow
27.Mai, Münster, Gleis 22
28.Mai, Heidelberg, Karlstorbahnhof
29.Mai, München, Ampere


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