Rezensionen

MSTRKRFT – Fist of God

Etwas seltsam mutet es schon an, in solchen Tagen über eine Platte von MSTRKRFT zu schreiben. Draußen ist es kalt, grau, der Regen wird ein stetiger Begleiter der Tagesaktivitäten und man ist eher auf Singer/Songwriter-Musik eingestellt. Stattdessen wird einem bei „Fist of God“ jedoch ein Elektro-Brett nach dem anderen um die Ohren gepfeffert, so dass Melancholie oder andere dem Wetter entsprechende Stimmung nicht im Ansatz auftauchen könnte. An stampfenden Bässen und stetigen Synthie-Sounds wird nicht gegeizt, so dass bei „Fist of God“ schnell Parallelen zu Simian Mobile Disco, Digitalism oder Justice entdeckt werden. Die beiden Kanadier Jesse F. Keeler und Alex Puodziukas haben sich so denn auch tatkräftige Unterstützung an Bord geholt.

John Legend, N.O.R.E, Ghostface Killah oder Isis von Thunderheist sind nur einige der Künstler, die den beiden Dj’s dabei helfen, das Album qualitativ nach oben zu bringen. Vorab sei gesagt, dies gelingt ihnen definitiv. Als gar Radiokompatibel und somit auch für ruhigere Stunden geiegnet, offenbart sich das Stück „Heartbreaker“, welches mit John Legend eingespielt wurde. Dies bildet jedoch die Ausnahme. Denn ansonsten überwiegt der Club und somit Dancefloor-Charakter des Albums. Insbesondere Tracks wie „Vuvuvu“ oder „It ain’t Love“ verabreichen dem Hörer eine Extrainfusion an elektronischen Beats und sorgen dafür, dass man unweigerlich vom Tanzfieber infiziert wird. Daher kann die Platte auch eher als clubkompatibel angesehen werden. Eher befremdlich wäre es wohl, wenn man es sich Sonntags Nachmittag mit den Jungs von MSTRKRFT bei Kaffee und Kuchen auf der Couch bequem macht. Ist aber ja auch nicht vorgesehen. Daher, abfeiern und weitermachen.

Rating: ★★★★½
MSTRKRFT

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