Rezensionen

Mozes and the Firstborn – s/t

Mozes and the Firstborn - self titled debut album

Bands aus den Niederlanden findet ihr bei uns wahrscheinlich in etwa so häufig, wie ein positives Wort über Mumford & Sons, aber irgendwie haben wir es eben nicht so mit der Musikszene aus BeNeLux. Doch eine Band aus Eindhoven und Antwerpen hat zur Abwechslung nun doch mal unsere Aufmerksamkeit geweckt. Die Rede ist von Mozes and the Firstborn. Ein Quartett, das Anfang des Jahres in den Niederlanden mit seinem selbst betiteltem Debüt-Album von sich Reden machte und jetzt auch eine Ostoffensive gestartet hat und sich Deutschland, Österreich und die Schweiz vorknöpft. Die Band wurde auf dem Eurosonic Festival entdeckt und dort auch direkt unter Vertrag genommen. So dürfen wir uns nun also auch über den Release freuen.

Was macht Mozes and the Firstborn aus, dass sie mit nur einem Gig auf dem Eurosonic einen Vertrag auf dem wichtigen deutschen Musikmarkt bekam? Die Antwort ist recht einfach, das Quartett bietet schnörkellosen Rock’n’Roll mit einer ungestümen Jugendlichkeit und packendem Retro-Sound. Das ist nicht neu, aber in der Version der Band weiß es zu begeistern.

Ihre Hauptbotschaft haben Mozes and the Firstborn dann auch gleich recht passend auf ihrem Facebook-Profil beschrieben. Dort heißt es: „Break free from everything you love. Resistance is futile.“ Da haben sie recht, denn es fällt wirklich schwer, sich den charmanten Rocksongs der Band zu widersetzen. Der Opener „Bloodsucker“ bietet hingerotzten Gesang mit starker 70ies-Note, der zunächst ein wenig an Port O’Brien erinnert und in der Folge simpel drauf los rockt. Bei „What’s Wrong, Momma“ und vor allem „I Got Skills“ zeigen sie auch, dass sie mit allen Wassern des Blues-Rock gewaschen sind. Die Texte sind auf dem Album zwar häufig etwas platt, doch das ist zu vernachlässigen, denn in jedem Song schwingt eine deutliche Partynote mit und nach drei Bier achtet eh niemand mehr auf die Texte. Und genau dafür dürfte das Debüt von Mozes and the Firstborn ideal sein: Für die nächste WG-Party oder den Besuch in einer Rockkneipe. Rockmusik, die keinem weh tut, aber in ihrer Gesamtwirkung einfach zu clever gemacht ist, um sich ihr ganz zu entziehen.

Übrigens, drüben bei Bandcamp könnt ihr das Album gratis, bzw. zum Preis eurer Wahl downloaden.

Mozes and the Firstborn live

27. September 2013, Reeperbahn Festival, Hamburg
28. September 2013, Berlin Independent Night, Berlin
1. Oktober 2013, Ruby Tuesday Night @ Glocksee, Hannover
2. Oktober 2013, Rang Teng Teng Club, Freiburg
3. Oktober 2013, Beatpol , Dresden


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Discussion

  1. […] ihrem selbstbetitelten Debüt veröffentlichten die Niederländer von Mozes and the Firstborn im letzten Jahr wohl das beste […]

    Posted by Mozes and the Firstborn – Video zu “Skinny Girl” | WhiteTapes | Januar 10, 2014, 10:20 am

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