Rezensionen

Mixtapes & Cellmates – Rox

Es ist so, so eine Musikseite zu betreiben ist manchmal ein Heiden-Aufwand, aber eine der schönen Seiten daran sind die ganzen CD’s, die man zugeschickt bekommt. Der Berg an diesen wächst dann aber so hoch, dass man niemals hinterherkommt, alle einmal anzuhören. Damit wächst auch das schlechte Gewissen und irgendwann auch die Abneigung gegenüber diesem Stapel, der noch nicht besprochen wurde. Manchmal greift man dann aber in diesen Stapel, entdeckt beim Hören ein herrliches Album und die ganze Mühe ist es wieder wert. So in etwa sieht das bei uns häufig aus.

Eines dieser Alben, die den Stapel ungehörter CD’s wieder etwas lohnenswerter erscheinen lassen ist das Album „Rox“ von den Schweden Mixtapes & Cellmates (vermutlich benannt nach dem Song von Rocky Votolato). Der Grund, warum wir ausgerechnet zu diesem Album gegriffen haben dürfte auf der Hand liegen, die Band nutzt das tolle Wort Tapes in ihrem Namen, häufig ein Grund warum wir einer Band dann doch gern mal etwas Aufmerksamkeit schenken. Aufmerksamkeit, die sich im Fall dieses schwedischen Quintetts mehr als lohnt. Denn auf „Rox“ präsentieren die fünf wunderbar beschwingten Pop, gepaart mit fuzzigen Gitarren und dieser gewissen Prise schwedischer Melancholie. „So klingt der Frühling“ denkt man, wenn in „Never“ eine hohe Gitarre erklingt, von einem verzerrten Echo untermalt wird und Sänger Jari Oisalo im Refrain schmachtend singt „Stay quiet / stay true / I would never lie“. Die perfekte Symbiose von Shoegaze, Twee und Pop und das nicht nur im Opener, sondern in allen 10 Songs, in denen in jeder Note die Sonne durchscheint. Wer also vom neuen Shout Out Louds Album etwas enttäuscht war, der bekommt mit Mixtapes & Cellmates eine mehr als starke Alternative geboten.

Rating: ★★★★☆
Mixtapes & Cellmates


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