Rezensionen

Milk Maid – Yucca

Hinter dem Namen Milk Maid steckt kein britisches Milchmädchen, sondern Martin Cohen, seines Zeichens Gründungsmitglied und Bassist von Nine Black Alps aus Manchester. Die machten sich seit 2003 mit mittlerweile drei Alben und einem rauen, mit Grunge-Einflüssen aufgepeppten Indie-Rock-Sound. Derzeit arbeiten sie nach einer Pause, deren Länge sie zunächst nicht näher angeben konnten, an ihrem vierten Album. Martin Cohen nutzte die Pause und nahm sich etwas Zeit für sein Solo-Projekt. Dafür schloss er sich mit Gitarre, Mikro und einem Drum-Kit in seiner Wohnung ein und nahm schrammeligen Indie-Rock mit typischem DIY-Charme auf.

Damit liegt er dann auch gleich mal voll im derzeitigen Trend, der uns bereits Bands, wie Cloud Nothings, Yuck, Wavves und auch Mazes beschert hat. Martin’s Songs zeichnen sich dabei in der knappen halben Stunde, die „Yucca“ umfasst durch einen herrlich melancholischen Grundsound aus, der gern mal durch sonnige Töne etwas aufgehellt wird. Das ganze mal lauter, schrammeliger und schneller, mit verzerrtem Gesang und voller Band-Instrumentierung, wie beim Opener „Such Fun“, oder auch mal zurückgelehnt und enstpannt, wie beim hübsch verträumtem „Girl“. Häufig erinnert Martin dabei an große Vorbilder, wie Jesus and Mary Chain, oder Guided By Voices, aber darüber sieht man dank Hits, wie „Not Me“ und bereits erwähntem „Girl“, sowie der mehr als unterhaltsamen 30 Minuten gern hinweg.

Facebook // Blog // Myspace // Label

Discussion

Comments are closed.

Archive