Rezensionen

Milhaven – Milhaven (s/t)

Weiter geht es mit unserer kleinen Reise durch das Ruhrgebiet und so widmen wir uns nun nach den Mülheimern von Chelsy den Bochumern von Milhaven. Die kommen nicht nur auch aus dem Pott, sondern legen nun ebenfalls ihr zweites Album vor. Die Genrezuordnung ist dagegen eine gänzlich andere, denn Milhaven servieren Post-Rock statt Indie-Folk und das kann sich bei ihnen auch durchaus sehen lassen. Deshalb haben sie nun auch nachdem ihr Debüt noch über das deutsche Netlabel 12rec erschien ihren Heimathafen auf dem Wiener Label Valeot gefunden.

Auf ihrem Zweitwerk zeigen sie wieder ein feines Händchen für atmosphärische Melodien und – ganz Post-Rock – natürlich auch dicht verwobene Klangteppiche. Die Gitarren steigern sich zusammen mit dem scheppernd hallenden Schlagzeug immer weiter in die Höhe und kulmunieren gegen Ende meist in riesigen Soundwänden. Die Stimmung die das Quartett dabei erzeugt ist gewohnt düster und lässt kaum einen Funken Licht aus den Songs strahlen. Meist kann man sich aber auch sehr von den Melodieschwaden der Band einwickeln lassen, verliert aber manchmal das ein oder andere Mal die Geduld, der Melodie zu folgen, denn Milhaven spannen die Bögen dann doch etwas weit und dehnen Bridges zu sehr, bevor in den  Songs wieder neue Melodiestränge, oder ähnliches aufgenommen werden. Macht aber nichts, mit ihrem Zweitwerk gelingt es Milhaven immer noch ein höchst atmosphärisches Stückchen Post-Rock zu präsentieren.

Rating: ★★★★☆
Milhaven
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