Rezensionen

Micachu – Jewellery

Mica Levi ist alles andere als ein gewöhnliches Londoner Indie-Mädchen. Früh schon entdeckte sie ihre Liebe zu außergewöhnlichen Klängen und schrägen Instrumenten. So klimpert und klappert es auf ihrem von Matthew Herbert produzierten Debüt-Album natürlich auch an allen Ecken. Für das Album hat sie sich auch gleich um eine Band „The Shapes“ und um einen Staubsauger verstärkt. Was die Info mit dem Staubsauger soll? Ganz einfach, der wird im Stück „Turn Me Well“ zum zentralen „Instrument.“ Damit dürfte Micachu nun als „die Künstlerin mit dem Staubsauger“ gesetzt sein. Eine Info, die einprägsamer ist, als die meisten Songs auf „Jewellery“.

Diese sind nämlich maximal 2 Minuten lange Songideen mit halb dahin gesungenen, halb gerappten Lyrics, die Micachu in einer Tonlage von sich gibt, die mehr nach einem jugendlichen Jungen, als nach einer 21 jährigen klingt. Die Songfragmente schmückt die junge Londonerin mit allerlei klimpernden Beats und ungewöhnlichen Klängen, die sie größtenteils in ihrer Wohnung aufgeschnappt hat. Da klirren Gläser, ein Besen kommt zum Einsatz, Töpfe klappern und der Staubsauger wird gefeiert. Leichte Kost ist anders, einprägsam auch, aber stellenweise bleiben dann doch Sounds und im Falle der Single „Lips“, oder „Calculator“ sogar ganze Songs hängen. Micachu gibt eine interessante Vision ab, in welche Richtung sich der englische Underground zwischen Grime, Two-Step, Hip Hop und Elektronik steuern könnte.

Video zu „Lips“

httpv://www.youtube.com/watch?v=UoEA_xYaLBw

Myspace // Label

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