Rezensionen

Metric – Fantasies

11 Jahre ist es nun schon her, dass sich die Kanadier James Shaw und Emily Haines in New York zusammen taten und die Band Metric gründeten. Mittlerweile veröffentlichen sie nun ihr viertes Studioalbum und scheinen zumindest in ihrer Heimat und den USA inzwischen auch die verdiente Anerkennung zu bekommen. Darauf weisen zumindest die Platzierung eines Songs in Grey’s Anatomy (wo sonst) mit anschließendem Chart-Einstieg und die Platzierung des neuesten Streichs „Fantasies“ in den Top 10 der kanadischen und auf Platz 79 der US-Amerikanischen Albumcharts. Dabei sah es bei „Fantasies“ zunächst gar nicht danach aus, als könnte das Album in den Charts landen. Also zumindest nicht so früh.

Ursprünglich war der digitale Release nämlich zeitgleich mit dem dieswöchigen physischen Release geplant. Über Umwege gelangte das Album aber bereits Ende März ins Internet und wurde überall fröhlich geladen. Um Fans bereits die Möglichkeit zu geben, das Album auch legal zu erwerben wurde also ähnlich wie auch bei den Yeah Yeah Yeahs der digitale Release vor verlegt. Das dankten die Fans mit, genau Platzierungen in den Charts. Nach Nordamerika findet aber auch das europäische Festland so langsam Gefallen an den Kanadiern, darauf wiesen ausverkaufte Clubs auf der letzten Deutschland- und UK-Tour hin. Mehr als ein Happy-End nach einem frühen Leak also. Mit „Fantasies“ scheint die Öffentlichkeit auch genau das richtige Album erwischt zu haben, um auf Metric aufmerksam zu werden, denn noch nie gaben sie sich so poppig. Da wäre zum Beispiel die Stimme von Frontfrau Emily Haines, die noch nie so weit in den Vordergrund gerückt zu sein schien. Natürlich ist der Sound noch immer von vielen elektronischen Spielereien und Einflüssen geprägt, aber eine repetetive, eingängige Pop-Melodie mit Mitsing-Refrain, wie bei der Single „Help I’m Alive“ gab es selten bei der Band. Auch das schwelgerisch dudelnde „Collect Call“ zeigt die Band von einer gefühlvollen Seite. Aber auch wenn die Synthies stärker ins Spiel kommen, bastelt die Band daraus einen lupenreinen Hit, wie etwa „Gimme Sympathy“. Rock ist eine weitere der verschiedenen Facetten des Albums, besonders stark bei „Sick Muse“ gelungen. Das ergibt auf „Fantasies“ eine größtenteils gelungene Mischung mit einer ganzen Reihe hitverdächtiger Songs.

Rating: ★★★★☆
Metric

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