Rezensionen

Mazes – Wooden Aquarium

Mazes - Wooden Aquarium

Euch ist es sicherlich schon aufgefallen, die Briten von Mazes besitzen einen gewaltigen Output, der es mit der Releasewut von Ryan Adams Anfang des letzten Jahrzehnts aufnehmen kann. Denn nur wenige Monate nach ihrem zweiten Album „Ores & Minerals“ veröffentlichten sie mit „Better Ghosts“ schon wieder eine neue EP aus ganzen zehn neuen Songs (was für manche Band ein Album wäre) und dieser Tage erschien mit „Wooden Aquarium“ nun das dritte Mazes Album.

Aufgenommen wurde es in nur zwei Wochen bei arktischen Temperaturen in Cornwall, New York und Brooklyn. Im Studio hat das Trio alle Songs komplett live eingespielt und um den besonderen DIY-Charme zu erreichen wurden die Songs mit Hilfe des Parquet Court’s Produzenten Jonathan Schenke komplett auf Zwei-Spur-Band aufgenommen.

Herausgekommen ist ein Werk mit gewaltigem Retro-Charme, einer Spur psychedelischer Sounds und vielen Einflüssen aus dem amerikanischen Indie-Rock der 90er Jahre.

Das hört man schon im Opener „Astigmatism“. Einem munter aufspielenden Indie-Rocker mit Pavement Note und wunderbar rotzigem Grundsound. Stück Nummer 2 „Salford“, benannt nach einem Ort in der Grafschaft Lancashire, ist dann ebenfalls ein launiger Rocker mit tollem mehrstimmigen Gesang und einem klasse Drive. In der Folge wechselt das Trio häufig zwischen Mid-Tempo und etwas schnelleren Sounds und präsentiert eine ganze Reihe kleiner Songperlen. Darunter zum Beispiel das entspannte „Vapour Trails“, das angenehm kitschig verpoppte „Universal Me“ und der charmant leiernde Closer „The Third Ridge“. Besonders bemerkenswert ist, dass Mazes mit „Wooden Aquarium“ zwar bereits den dritten Longplayer innerhalb eines Jahres veröffentlicht haben, ihre Songs aber nicht langweilig werden. Das Trio bedient sich aus dem großen Fundus des 90er und 2000er Indie-Rocks, reichert Melodien um Pop-Elemente aus den vergangenen 50 Jahren an und überzeugt mit kurzweiligen, sommerlichen Songs, die einen gehörigen Charme versprühen.

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