Rezensionen

Mazes – Ores & Minerals

Mazes

Knapp zwei Jahre ist es schon her, dass das Trio von Mazes aus Manchester mit „A Thousand Heys“ ein Album veröffentlichte, das so gar nicht nach der Heimat der Band klang. Vielmehr hörte man deutliche Referenzen an Pavement, Guided By Voices sowie viele andere Slacker- / DIY- / und Garage-Bands. Ein durchaus unterhaltsames Album, das neben Bands, wie Cloud Nothings und Kollegen allerdings etwas blass wirkte. Nun sind Mazes also zurück, ihr zweites Album heißt „Ores & Minerals“ und einige Kostbarkeiten sind wirklich enthalten.

Die erste ist zweifelsohne schon der Opener „Bodies“. Nach schluffigem Indie-Pop-Intro mit einfacher Gesangsmelodie entwickelt sich der Song in der Folge zu einem noisigen Ausflug, den die Band auf knapp sieben Minuten dehnt. So viel Experimentierfreude hätte man Mazes gar nicht zugetraut nach ihrem recht simpel gestrickten Debüt. Die Einflüsse sind auf „Ores & Minerals“ nun eindeutig vielseitiger. Da wird 60ies Pop mit DIY-Rock gepaart und ein paar Elektro-Beats auf Grunge-Gitarren los gelassen, so als wollten Mazes eindeutig klar machen, dass ausgetretene Pfade nicht ihr Weg sind.

Kraut und Psychedelic haben dabei im Soundspektrum genauso Platz, wie luftiger Pop und Garage-Rock. Eine Mischung, die bunt durchgewürfelt klingt, aber von der gewohnt schluffigen Herangehensweise der Band profitiert. Das Trio spielt sich lässig durch die elf Midtempo-Nummern und wirkt dabei positiv unaufgeregt. Dadurch ergibt sich bei allem Soundmix ein stimmiger roter Faden, dem man gerne folgt. Direkte Indie-Disco-Hits, wie auf ihrem Debüt „A Thousand Heys“ bleiben dadurch zwar außen vor, aber das Gesamtprodukt ist dafür deutlich reifer und stimmiger, so dass man Mazes attestieren kann, dass sie ihren Platz in der britischen Musikszene nun gefunden haben dürften. Und das ganz ohne Pavement Anleihen.

Mazes auf Tour mit Veronica Falls

3. Mai 2013, München, Feierwerk
4. Mai 2013, Stuttgart, Merlin
5. Mai 2013, Dresden, Beatpol
6. Mai 2013, Berlin, Festsaal Kreuzberg
7. Mai 2013, Kiel, Pumpe
8. Mai 2013, Hamburg, Molotow


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Photo by Owen Richards

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Discussion

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    Posted by WhiteTapes Record Of The Year 2013 – das Ergebnis | WhiteTapes | Januar 1, 2014, 2:12 pm

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