Rezensionen

Marsheaux – Lumineux Noir

Die griechische Musiklandschaft beschränkt sich dem Klischee nach eigentlich rein auf das Duo Vangelis und meist irgendwo zwischen tuckig und kitschig wechselnde Beiträge zum Eurovision Song Contest. Darüberhinaus ist in Mitteleuropa wenig bekannt über die popkulturellen Vorlieben einer der ältesten Kulturen in Europa. Dabei erfreute sich vor allem die elektronische Musikszene in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit. Das sogar auch bei jungen Damen und so fanden sich vor einigen Jahren die jungen Griechinnen Marianthi und Sophie inspiriert von Depeche Mode, Erasure und Kraftwerk zum Dou Marsheaux zusammen.

Mit „Lumineux Noir“ veröffentlichen sie so denn mittlerweile ihr drittes Album und schicken sich an nach Urlaubshits für die feiernden Meuten, die jedes Jahr über ihre Heimat herfallen auch die heimischen Clubs der Besucher mi feinstem Elektro-Pop zu erobern. Die Rezeptur der beiden funktioniert dann auch ganz einfach, tanzbare Synthiesounds , über die das Duo mit sanfter Stimme singt. Immer hübsch eingängig, mal bunt, mal etwas fiepsend kommen die Stücke daher. Die Beats sind knackig und eigentlich immer auf den Punkt. Ein wenig erinnert das stellenweise an Künstler, wie Miss Kittin. Einziges und dazu großes Manko ist allerdings, dass es kaum etwas an „Lumineux Noir“ gibt, das wirklich herausragen würde. Die Songs sind zwar durchweg hübsche Elektropopper, sind aber derart homogen, dass sie kaum unterscheidbar sind und leider auch schon beim spätestens dritten Durchlauf ihren Charme verlieren. Ob das reicht, um in Westeuropa das Bild von der griechischen Musiklandschaft anders zu prägen wird man sehen müssen.

Rating: ★★★☆☆
Marsheaux

Myspace // Label

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