Rezensionen

Marie Fisker – Ghost Of Love

Gute Songs brauchen manchmal Zeit um sich zu entfalten. Das ist kein Problem, sondern manchmal auch ein Qualitätsmerkmal und gilt nicht nur für den Hörer, sondern anscheinend auch für den Musiker selbst. So wirkt es zumindest bei der Dänin Marie Fisker. Knappe 10 Jahre arbeitete sie in ihrem Heimstudio an den Songs ihres Debüt-Albums „Ghost Of Love“, bevor sie es im letzten Jahr in ihrer Heimat veröffentlichte. Der Erfolg gab ihr Recht und Marie Fisker wurde zum neuen Star. In Dänemark hat sie sich nun also bewiesen, folgt jetzt der Sprung in andere Territorien, dafür nahm sie gleich den größten Musikmarkt in ihrer Nachbarschaft ins Auge, Deutschland.

Das könnte auch durchaus gelingen. Nicht zuletzt, da sie sich hierzulande auch bereits einen Namen durch ihre Zusammenarbeit mit Trentemøller gemacht hat. Auf „Ghost Of Love“ verlieh sie bereits zuvor ihrer Liebe zu Mazzy Star, PJ Harvey und Cat Power Ausdruck und verknüpfte Folk- und Country-Sounds mit sanftem Pop und schwerem Blues. Richtig laut wird es dabei nicht, Marie Fisker bevorzugt die ruhige Seite der genannten Genres, sie führt gut strukturiert und mit viel Gespür für’s Tempo durch ihre Stücke. Dabei beweist sie, dass auch aus beinahe durchgängig langsamem Tempo und ruhigeren Klängen ein spannendes Album mit viel Charme und Charakter erwachsen kann. Den verleiht Marie Fisker den Songs über ihre schwelgerische Art zu singen und den schwermütigen Vortrag. „Ghost Of Love“ das sind zehn Songs, die ihre ganze Kraft zwar erst nach mehreren Durchgängen entfalten, dann aber zu einem treuen Begleiter für den Herbst werden dürften.

Rating: ★★★★☆
Marie Fisker

¨I Love You So¨ by Marie Fisker & Manoj Ramdas

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