Rezensionen

Mads Langer – Behold

Bereits seit 2005 ist der mittlerweile 27jährige Mads Langer in der Musikszene unterwegs. Bekanntheit erlangte er mit seinen sanften Gitarren-Popsongs aber nur in seiner dänischen Heimat. Bis er sich 2009 entschloss den Olive-Hit „You’re Not Alone“ als Single zu veröffentlichen und den internationalen Durchbruch schaffte. Das bescherte ihm dann auch gleich einen Plattendeal für ganz Europa. Eineinhalb Jahre nach seinem Durchbruch mit „You’re Not Alone“ veröffentlicht er nun mit „Behold“ sein drittes Album. Laut eigener Aussage hat er dafür knapp 80 Songs geschrieben. 12 wählte er für „Behold“ aus. Darunter natürlich auch „You’re Not Alone“. Seinen Hit hat er allerdings erst in der zweiten Albumhälfte untergebracht.

Mads wählte für „Behold“ den Einstieg über sechs auf Akustik-Gitarre und seine sanfte Stimme reduzierte Stücke. Sechs Stücke, mit denen er sicherlich einige Mädchenherzen zum Schmelzen bringen wird. Dabei singt er natürlich ganz Mädchenschwarm von der großen Liebe und schüttet sein ganzes Herz aus. Das ist natürlich kitschig und man muss schon etwas für diese Art Kitsch übrig haben, sonst schaltet man ganz schnell ab. In der zweiten Albumhälfte nehmen die Instrumentierungen etwas an Fülle zu und zu Kitsch gesellen sich noch Schmalz und Pathos. Hier wird auch klar, warum man häufig Vergleiche zum belgischen Cover-König Milow liest. Mads spielt mindestens in der gleichen Liga, weiß ab und wird sicherlich bald auch wie der Belgier jede Menge Mädchenherzen brechen. Es gibt zwar auch den ein oder anderen Hoffnungsschimmer, wie das sechsminütige „The River Has Run Wild“, bei dem Mads sein ganzes Talent aufblitzen lässt. Meist wird das aber in Plattitüden erstickt und aufpoliert als nächster Radiohit präsentiert. So lädt „Behold“ leider vor allem zum gepflegten Abschalten ein – des CD-Players.

Rating: ★½☆☆☆
Mads Langer

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