Rezensionen

Little Joy – Little Joy (s/t)

littlejoyWo man im Moment auch hinsieht, überall erscheinen Nebenprojekte der Strokes. Gitarrist Albert Hammond Jr. hat es mittlerweile auf zwei Soloalben gebracht, Bassist Nikolai Fraiture veröffentlicht im Januar sein erstes Soloalbum als Nickel Eye und im Moment besonders präsent Fabrizio Moretti. Bei Megapuss unterstützte er seine Freunde Devendra Banhart und Greg Rogove an den Drums und mit Little Joy startete er nun ein eigenes Nebenprojekt zusammen mit Binki Shapiro und Rodrigo Amarante (Los Hermanos). Mit Little Joy liefern Moretti und Co so etwas wie den zurückgelehnten LoFi-Gegenentwurf zu den Strokes.

Gemeinsamkeiten zu den Strokes gibt es dennoch, das Songwriting nämlich. Das sitzt wie immer perfekt, lässt immer dort ein wenig Luft wo die Strukturen zu eng werden und zieht die Zügel an, sobald ein Stück in die Belanglosigkeit abzudriften droht. Für den Sound des Albums haben die drei sich ganz offensichtlich von Los Angeles, dem Entstehungsort des Albums beflügeln lassen. Warmer Folk, mit ein paar Latino-Rhythmen, etwas Surfmusik im typischen Strokes’chen Retrogewand und getragen von einer extremen Lässigkeit. Kein Wunder, spielt doch Moretti in der derzeit coolsten Band der Welt. Man merkt auch deutlich, die Musiker hatten Spaß an dem was sie da in nächtlichen Sessions entstehen ließen. Gut gelaunt plätschern die Stücke dahin und klingen so noch kalifornischer. Alles scheint völlig zwanglos gewesen zu sein und so wechseln sich auch alle einmal am Gesang ab, am einprägsamsten gibt sich dabei Binki Shapiro mit ihrer sehr warmen und zart säuselnden, beinahe an Cat Power erinnernden Stimme. Kleiner Wermutstropfen, nach knapp 30 Minuten ist die Freude auch schon vorbei, aber dafür gibt es ja die Repeat-Taste.

Video zu „Next Time Around“:

httpv://www.youtube.com/watch?v=TxEpngNm_Us&e

Myspace der Band
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