Rezensionen

Late Of The Pier – Fantasy Black Channel

New Rave, ein Genre, dass laut der Futureheads gar nicht existiert steht derzeit bei Kritikern ganz hoch im Kurs. The Faint, so etwas wie die Genrevorreiter machen schon lange mit einer Mischung aus Indie und Rave von sich reden, aber für den ersten kleineren Hype sorgten erst im letzten Jahr die Klaxons und Dúnè. Dieses Jahr erschienen dann schon MGMT mit ihrer Mischung aus Weltmusik, Prince und Rave auf der Bildfläche. Aus der Heimat der Futureheads, haben sich nun auch die vier Jungs von Late Of The Pier aufgemacht der Welt ihre Interpretation einer Musikrichtung, die gar nicht existiert, vorzutragen.

Interpretation trifft es dann auch sehr gut. LOTP nehmen sich für ihren Sound nämlich Größen der elektronischen Musik, wie Gary Numan und Brian Eno vor und vermischen alles mit stark tanzbaren Indierhythmen und verspielten Synthiesounds. Damit reihen sich LOTP nun gekonnt in eine Reihe zu den neuen Rave Helden Klaxons und Dúnè ein, schaffen sich aber dennoch ihre eigene Nische, ohne zu stark eletronisch zu werden, wie Dúnè und vor allem ohne die schreckliche arrogante Art der Klaxons. Auf einen einfachen Nenner gebracht sind LOTP The Faint in fröhlich. Ohne Naivität, dafür ungemein sympathisch und verspielt, manchmal etwas vertrackt und immer tanzbar. „Fantasy Black Channel“ wäre wohl das New Rave Album des Jahres, wenn nicht das neue The Faint Album auch in Kürze erscheinen würde. Die Titel hässlichstes Albumcover des Jahres und beste New Rave Newcomer bekommen sie von uns auf jeden Fall ganz inoffiziell hiermit schon einmal verliehen.

Myspace der Band

Video zu „Space and Woods“

httpv://www.youtube.com/watch?v=6PYcl5drPDI

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