Rezensionen

Klubgrün – Flashlight (EP)

Am Samstag spielten Sunday Chocolate Club zusammen mit den Eight Legs im Münsteraner AMP. Neben Vorfreude auf die Band aus Münster und Bielefeld, begleitete uns ebenfalls ein leicht schlechtes Gewissen mit in unseren Lieblings-Club. Warum das werdet ihr euch nun denken. Nun ja, bereits vor einiger Zeit schrieb uns der Sunday Chocolate Club, ob wir nicht Lust hätten, ein paar Zeilen über Klubgrün, das Nebenprojekt von ein paar der Bandmitglieder, zu schreiben. Klar, machen wir gern, ließen die EP „Flashlight“ aber immer wieder im Stapel der Neuveröffentlichungen verschwinden. Der wird zwar nicht kleiner, aber das schlechte Gewissen hat nun gesiegt.

Die Geschichte von Klubgrün ist schnell erzählt, am Anfang war da Bassist Carsten, der an seinem Computer an Elektrosongs schraubte. Schnell ließ er sich noch durch einige Freunde an „richtigen“ Instrumenten unterstützen und Klubgrün war geboren. Gemeinsam wollen sie klingen, wie Knight Rider, Digitalism und Drive By Argument (erzählten sie 1Live im Interview) und sich vom „Überangebot Indiemusik mit ein bisschen Elektronik“ (dto.) abgrenzen. Durch eine völlig andere Herangehensweise, als bei ihrem anderen Projekt Sunday Chocolate Club, dürfte man dieses Vorhaben durchaus als gelungen bezeichnen. Knackige Beats, elektronische Spielereien und Synthieflächen werden durch eine Prise Indie-Rock angereichert und fertig sind Dancefloor-Füller mit Hitpotential, die sich vor Band-Einflüssen, wie etwa Bloc Party nicht verstecken müssen. Der Gesang ist hübsch gehetzt und alle Songs gehen ordentlich nach vorn. Als erstes dürfte sich dabei „Crystal Palace“ festsetzen, mit zackigem Rhythmus und dem infektiöser Melodie. Eine EP auf jeden Fall, mit der Klubgrün ihr Credo „Stehen war gestern – tanzen ist klubgrün“ in Sons zementieren.

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