Rezensionen

Kings Of Leon – Only By The Night

Als die Kings Of Leon 2003 auf der Bildfläche erschienen war ihr Debüt „Youth & Young Manhood“ ein großer Erfolg vor allem in England, eine dauerhafte Karriere wollte ihnen aber so Recht niemand zutrauen, wohl auch wegen der Masse an Hypes um Bands im Fahrwasser der Strokes und der Welle „heißer“ Bands aus England. Die Geschichte von drei Predigersöhnen und ihrem Cousin aus den amerikanischen Südstaaten, die den Rock’N’Roll erlernt haben und nun alles nachholten, was in ihrer Kindheit verteufelt war, ließ sich natürlich auch gut vermarkten.

Dass hinter diesem Hype und einer interessanten Herkunft auch noch Substanz steckt, haben die Kings Of Leon inzwischen über insgesamt drei Alben – von denen die letzten beiden Nr. 1 in England waren – und sogar eine Tour im Vorprogramm von U2, bewiesen. 1 Jahr nach ihrem bisher größten Erfolg „Because Of The Times“ schicken sich die Kings Of Leon nun an, mit ihrem vierten Album „Only By The Night“ endgültig den Rockolymp zu erobern. Das bedeutet auf „Only By The Night“ eine weitere, auch schon auf dem Vorgängeralbum begonnene, Abkehr vom 60er Jahre Blues-Rock hin zu einem mainstreamigerem, teilweise auch von Industrial-Elementen inspiriertem Sound. Fans wittern nun sicherlich den Verrat der Wurzeln, dabei übersehen sie aber ganz klar die stetige Weiterentwicklung dieser Band und die steht ihr auf „Only By The Night“ gut zu Gesicht. Es ist ein pulsierendes Rock-Album mit eingängigen Melodien und perfekt getimetem Riffs. „Because Of The Times“ wurde schon als „Album einer Band auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft“ beschrieben, mit „Only By The Night“ haben sie allerdings noch ein gutes Maß zugelegt. Mit dem Rocker „Sex On Fire“ und der Ballade „Use Somebody“ (um nur zwei zu nennen) sind Hits vertreten, für die selbst ein Mick Jagger töten würde. „Only By The Night“ ist der Beleg dafür, dass die Kings Of Leon ihren Zenit eindeutig noch nicht überschritten haben und deutet darauf hin, dass sie eine der wenigen Hype-Bands dieses Jahrzehnts sein könnten, die das Potential besitzen auch in zwanzig Jahren ganze Stadien zu füllen.

Video zu „Sex On Fire“:

httpv://www.youtube.com/watch?v=o2OztmodtWQ

Künstlerprofil bei Sony BMG
Deutsche Homepage der Band, mit Home-Videos zum Album

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