Rezensionen

Keane – Perfect Symmetry

Keane hätten nach ihrem Debüt „Hopes & Fears“ eigentlich schon aufhören können. Hits wie „Everybody’s Changing“ und „Somewhere Only We Know“ nach diesem Album noch einmal zu wiederholen, oder gar zu übertreffen eigentlich unmöglich. Auf „Under The Iron Sea“, ihrem zweiten Album war dann auch wie zu erwarten kein vergleichbarer Song enthalten, mit „Crystal Ball“, einem düstereren Sound und einigen Millionen verkauften Alben aber ein größerer Mainstream-Erfolg, als mit dem Debüt gelungen und dank Lästerattacken durch die Gebrüder Gallagher sogar ein Platz in den Gazetten gesichert.

Alles gut also für das Trio mit der ach so ungewöhnlichen Bandbesetzung? Die Band lieferte die Antwort selbst und die war ein lautes Nein, war sie doch rückblickend zuhöchst unzufrieden mit ihrem Zweitwerk, was wohl vor allem daran lag, dass die Band mit dem neuerlangten Celebrity-Status nicht umzugehen wusste. So lieferte sich die Band für Album Nummer 3 „Perfect Symmetry“ also selbst den Antrieb, einiges anders zu machen. Tat sie auch. Dem Pop ist die Band dabei natürlich treu geblieben, der klingt nun allerdings mehr nach Talk Talk und Kraftwerk, als nach Coldplay. Die düstere Grundstimmung des Vorgängers und der unterschwellige Optimismus des Erstlings machen Platz für einen mutigen, offen zur Schau getragenen Optmismus. Die Instrumentierung der Band rückt das klare Klavierspiel weiter nach hinten und macht Platz für wabernde und teils ziemlich schmalzige Synthies, dazu dann auch häufiger mal der ein oder andere China-Anklang. Keane sind in den 80ern angekommen, was der Band gut zu Gesicht steht. Einzig der teils viel zu glatte Sound und die platte Produktion lassen das Album dann über weite Strecken eher mittelmäßig erscheinen, mit der für Keane ungewöhnlich, sehr gut tanzbaren Single „Spiralling“ und dem Titelsong „Perfect Symmetry“ sind nichtsdestotrotz zwei Hits enthalten.

Video zu „Spiralling“:

httpv://www.youtube.com/watch?v=M-LZ7yH-JBM

Myspace der Band

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