Rezensionen

Johnny Foreigner – Waited Up Til It Was Light

johnnyforeignerBest Before Records aus England haben derzeit ein goldenes Händchen für ausgefallenen Indie-Rock, in Kürze erscheint auf dem Label das Debüt von Dananananaykroyd, die in einigen Tagen hierzulande auch die Kaiser Chiefs supporten werden. Im letzten Jahr erschien auf dem kleinen Indie-Label bereits das Debüt des Trios Johnny Foreigner, das uns in hiesigen Gefilden bisher völlig zu unrecht vorenthalten wurde. Die Hoffnungen, dass sich das ändert mehren sich nun, da die Band in wenigen Wochen Sky Larkin auf ihrer Deutschland-Tour begleiten wird. Wir machen Freudensprünge und nehmen das auch direkt zum Anlass das Debüt „Waited Up Til It Was Light“ einmal vorzustellen, bis es in Deutschland erscheint kann man schließlich auch importieren.

Ein Import, der sich gleich doppelt lohnt, der Pfund ist schwach und dieses Debüt extrem fesselnd. Der Opener „Lea Room“ gibt die Marschrichtung gekonnt vor, die lautet 45 Minuten voller Gesangs- / Schrei-Duelle zwischen Bassistin Kelly Southern und Gitarrist Alexei Barros, kraftvolle Drums von Trommler Junior Elvis Washington Laidley und zackige Gitarrenriffs. Auf einen einfachen Nenner gebracht Black Kids in erwachsen und sehr britisch, aber zudem noch viel mehr, zumal das Trio aus Birmingham etwa im gleichen Alter wie die Kids ist. Wenn man wirklich Referenzen ziehen möchte könnte man diese drei als Mischung aus Los Campesinos! und Conor Oberst’s ehemaliger Indie-Rock Kappelle Desaparecidos bezeichnen. Indie-Rock also mit schrägen Gesangsharmonien, chaotischen Songstrukturen und einer extrem treibenden Grundstimmung. 13 Stücke, die den Hörer gekonnt auf die Tanzfläche zerren und erst dann schweißgebadet wieder entlassen, wenn der Chor beim Song „The Hidden Song At The End Of The Record“ endgültig verstummt.

Video zu „Salt, Peppa and Spinderella“

httpv://www.youtube.com/watch?v=J-PY53SdyUY

Myspace // Last.fm

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