Rezensionen

Jamie N Commons – Rumble & Sway (EP)

Jamie N Commons - Rumble & Sway

Knapp eineinhalb Jahre ist es schon her, dass der in Amerika aufgewachsene und mittlerweile nach England zurück gekehrte Jamie N Commons seine Debüt-EP „The Baron“ veröffentlichte, auf der er eine mitreißende und vielseitige Mischung aus Folk, Blues, Rock N Roll und Gospel bot. Besonders live wusste er damit zum Beispiel auf dem letztjährigen Haldern Pop zu überzeugen, wo seine Hits „Nina“ und „The Preacher“ zu Hits des Donnerstag-Abends wurden.

Jetzt ist der blutjunge Musiker wieder zurück und hat wieder eine EP im Gepäck. „Rumble & Sway“ umfasst vier neue Songs, die von Alex Da Kid produziert wurden. Da Kid arbeitete bereits mit Cheryl Cole, Nicky Minaj, Christina Aguilera, Rihanna, Eminem und Diddy, den Songs von Jamie N Commons. Warum die Wahl nicht wieder auf Rick Rubin fiel ist uns allerdings dennoch ein Rätsel, leistete er doch hervorragende Arbeit bei „The Baron“, die Zusammenarbeit mit Da Kid hat Commons aber zum Glück auch nicht geschadet. Das zeigt schon der Opener und Titeltrack „Rumble & Sway“, bei dem sich Commons mit gewohnt tiefer, rauchiger Stimme durch den Song croont.

Der leicht düstere Unterton von „The Baron“ ist nun jedoch einer souligeren Instrumentierung gewichen. Die Band swingt sich durch einen erstklassigen Rock N Roll Song, der direkt in die Beine geht. „Worth Your While“ bietet dann Synthesizer gemischt mit ein wenig Gospel und der gewohnten Dosis Rock N Roll. Ein echtes Highlight ist das folgende „Wash Me In The Water“. Eine wunderbare Ballade mit schöner Pianomelodie und einem Jamie N Commons, der auch mal gefühlvollere Töne anschlägt. Im Refrain von einem Chor begleitet wirkt das Stück fast, wie eine Bruce Springsteen Ballade. „Have A Little Faith“ am Ende ist dann nicht viel mehr als ein kleiner Rausschmeißer. Auffällig ist, dass Commons hier wieder diese Bruce Springsteen Note in der Stimme hat. Das ist vielleicht der Verdienst von Da Kid, der Commons aus der Nick Cave / Tom Waits Stimmlage in andere Gefilde bringen wollte. Das zeigt zusammen mit der „The Baron“ EP, das Commons nicht nur stimmlich und von seinen Auftritten her eine coole Sau ist, nein, er hat auch noch ein riesiges klangliches und stimmliches Repertoire und könnte in Zukunft auch über die Grenzen Englands hinaus einen Hype erleben.

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