Rezensionen

J. Tillman – Year In The Kingdom

Seit 2005 veröffentlich der vor allem als Drummer der Fleet Foxes bekannte J. Tillman nun schon in stetiger Folge neue Soloalben. Bisher sind es sechs an der Zahl, darunter in diesem Jahr auch bereits das Album „Vacilando Territory Blues“. Das war das erste nach dem Durchbruch mit den Fleet Foxes und entsprechend auch das erste, das dem Songwriter J. Tillman größere Aufmerksamkeit brachte. Da die Fleet Foxes derzeit noch Pause von ihrer Welttournee und dem Wind um sie im letzten Jahr machen, hatte Tillman natürlich dieses Jahr etwas Zeit und so steht mit „Year In The Kingdom“ bereits sein zweites Soloalbum für 2009 auf dem Plan.

Die Aufnahmen für „Year In The Kingdom“ fanden bereits im April statt. Nach einer kurzen Tour im Frühjahr kehrte Tillman nach Hause zurück, schloss sich ein und nahm die neun Songs auf. Ähnlich wie auch schon auf „Vacilando Territory Blues“ zeichnen sich die Songs vor allem durch Tillman’s sanfte, einlullende Stimme aus, die den Hörer gefangen nehmen und in eine meditative Traumwelt entführen möchte. Anders allerdings als auf seinem letzten Album klingen die Songs um einiges reduzierter und drehen sich nun nur noch um die Vermischung von Stimme und Gesang. Dadurch unterscheiden sich die Songs dann stellenweise nur in Nuancen und verschwimmen schnell zu einer homogenen Masse. Einer Masse aber, die angenehm einlullt und zum träumen anregt. „Crosswinds“ und „There Is No Good In Me“ schaffen es dann sogar noch ein paar Akzente zu setzen, bei letzterem sogar mit einem Chor, der sogar Bon Iver Konkurrenz machen könnte. Solche Ausflüge traut er sich dann aber viel zu selten und vergibt mit diesem fehlenden Mut mit „Year In The Kingdom“ die Chance einen wirklich bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Rating: ★★½☆☆
Joshua Tillman

Myspace // Homepage // Label

Year in the Kingdom – bei Amazon.de kaufen

Discussion

Comments are closed.

Archive