Rezensionen

It Hugs Back – Inside Your Guitar

„Try to concentrate on the things we like,“ singt Matthew Simms im Song „Work Day“. Eine einfache Formel, nach der das Quartett aus der malerischen Grafschaft Kent ihr Debüt-Album „Inside Your Guitar“ eingespielt haben. Eine Formel, die zu befolgen es sicherlich dennoch einigem Kraftaufwand bedarf, sich nicht von Trends beeinflussen zu lassen und seinen ganz eigenen Weg zu gehen ist als Newcomer-Band nicht ganz einfach. It Hugs Back haben ihren Weg dennoch gefunden und genau das in ihrer Musik umgesetzt, was sie mögen. Das sind warme Klänge, anschmiegsame Melodien und ruhige Arrangements. Der Bandname ist also auch Programm. Das zeigt sich schon im Opener „Q“, ein Flüstern, getragen von einem Keyboard und einigen Percussions schwebt durch knapp viereinhalb Minuten.

Das klingt dann ein wenig nach Gravenhurst in Folk, oder je nach Track auch nach Wilco, Elliot Smith oder auch Yo La Tengo. Dabei kreieren sie Songs, die sich sanft an den Hörer schmiegen, ihn umhüllen und im positiven Sinne einlullen. Songs, die zum Träumen und vor allem zu einem anregen, zum Entspannen. Mit etwas intensiverer Auseinandersetzung mit den Songs erschließen sich dann auch die kleinen Finessen des Sounds, sei es einmal ein lallendes Keyboard im Hintergrund des etwas schnelleren Songs „Work Day“, oder das an Sonic Youth gemahnende Gitarren-Feedback bei „Now + Again“. Finessen, die aus „Inside Your Guitar“ ein spannendes Hörerlebnis machen. Selbst wenn man sich nicht die Zeit für diese intensive Auseinandersetzung nehmen  möchte ist „Inside Your Guitar“ ein schönes Stück Dream-Pop, das einen vielleicht nicht direkt mit der schillernden Schönheit des Debüt von The Pains Of Being Pure At Heart überrennt, aber ähnliche Frühlingsgefühle entfacht.


Inside Your Guitar – It Hugs B…
huh

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