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I Build Collapsible Mountains – Songs From That Never Scene

I Build Collapsible Mountains - Songs From That Never Scene

Es ist nun schon beinahe ein Jahr her, dass der Schotte Luke Gareth Joyce uns mit seinem Solo-Debüt „The Spectator & The Act“ unter dem Projektnamen I Build Collapsible Mountains verzauberte. Ursprünglich plante er nach seinem Post Rock-Projekt The Gothenburg Address wieder eine Band und schrieb auch Songs dafür, doch er merkte recht schnell, dass die Songs die er schrieb, viel zu intim waren, um sie mit Leuten zu spielen, die dabei nicht das gleiche empfanden wie er. So startete seine Solokarriere mit einem spärlich instrumentierten, aber doch intensiven Album, das vor allem durch Luke’s sanftes Gitarrenspiel und seine warme, markante Stimme mit viel Leben gefüllt wurde.

Nur ein paar Monate nach dem Release schrieb Luke schon wieder neue Songs, die er in seinem kleinen Appartment in Edinburgh aufnahm. Zunächst veröffentlichte er sie auf eigene Faust, fand dann aber recht schnell ein Label in unseren Landen, das bereit war, das Album hier auf den Markt zu bringen. So steht nun also nur ein Jahr nach „The Spectator & The Act“ bereits der nächste Meilenstein auf dem Weg von I Build Collapsible Mountains an.

Wie schon beim Vorgängeralbum leben die Songs vor allem von der enormen Intimität und Direktheit, die sie durch die Aufnahmen in Luke’s Appartment erhalten. Stellenweise knistert und knackt es und in vielen Stücken klingt es, als würde Luke direkt neben einem sitzen. Dumpfes Klopfen und ein Glockenspiel sorgen wie zum Beispiel im Opener „Song From That Never Scene“ für ein Abwechslung im Instrumentarium. Wirklich nötig wäre das nicht, denn die Grundinstrumentierung reicht völlig aus, um eine Stimmung zu kreieren, die ihresgleichen sucht. Luke intoniert seine Songs mit einer wunderbar warmen Klangfarbe in der Stimme. Zusammen mit der leichten Zerbrechlichkeit seines Gesangs und dem traurigen Grundton zieht er einen beim Hören in einen tiefen Bann. Der einzige Kritikpunkt an „Songs From That Never Scene“ ist eigentlich, dass es bereits nach 35 Minuten vorbei ist. Aber da gibt es ein ganz einfaches Gegenmittel, denn auch wenn das Album dann mit Luke’s Schwanengesang in Form des tieftraurigen „Swan Song“ endet, kann man nur auf Repeat drücken, um sich immer wieder auf eine wunderschön emotionale Reise durch die persönliche Gedankenwelt von I Build Collapsible Mountains schicken lassen.

I Build Collapsible Mountains auf Tour:

21. September 2012, Husum – Sebastian’s House (Wohnzimmerkonzert, Anmeldung unter lieblingslieder@gmx.de – nur knapp 50 Plätze, wer zuerst kommt, malt zuerst)
22. September 2012, Chemnitz – Arthur
23. September 2012, Berlin – The Intersoup
25. September 2012, Hamburg – Freundlich & Kompetent
26. September 2012, Lübeck – Tonfink
27. September 2012, Paderborn – Sputnik
29. September 2012, Düsseldorf – Kassette

Teaser-Video zu „Songs From That Never Scene“:


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