Rezensionen

I Build Collapsible Mountains – Carousel EP

I Build Collapsible Mountains - Carousel EP

Rechnet man ab dem Release-Termin der selbstbetitelten EP von I Build Collapsible Mountains, dann hat der Schotte Luke Gareth Joyce einen wirklich sehenswerten Output. Nur ein halbes Jahr nach der EP erschien das Debüt „The Spectator & The Act“, nur ein Jahr später dann mit „Songs From That Never Scene“ bereits das zweite Album seines Projekts. Und mit der „Carousel EP“, die am 22. Februar erscheint, folgt jetzt, nicht einmal sechs Monate später, der nächste Release des Songwriters. Das macht in der Summe vier Releases innerhalb von zwei Jahren. Für einen waschechten Singer-Songwriter aber natürlich nicht ungewöhnlich, für die ist Songwriting schließlich so etwas wie Selbsttheraphie. Wenn Musiker dabei auch noch mit jedem Release besser werden, können sie eigentlich auch nicht genug veröffentlichen. Und man kann dem Musiker ohne Zweifel attestieren, dass er mit jedem Release besser wird. Was eigentlich schwierig ist, da bereits seine selbstbetitelte EP mit „Rails“ und „To The Dark“ zwei Übersongs enthielt. „The Spectator & The Act“ stellte dann die gelungene Übertragung des Sounds auf Albumlänge dar. Passenderweise zeigte das zweite Album „Songs From That Never Scene“ einen noch weiter gereiften Musiker, dem es wieder gelang mit einfachen Mitteln eine einzigartig fesselnde und intime Stimmung zu erschaffen.

Mit der „Carousel EP“ geht die Evolution von I Build Collapsible Mountains nun weiter. Der Opener ist passenderweise der namensgebende Track, der als einziger Song der EP auch schon auf „Songs From That Never Scene“ enthalten war. Ein Song, der berührt und sich zum Titel passend wunderbar um sich selbst dreht, ohne dabei monoton zu wirken. „This Is Where The Fire Will Start“ merkt man dann, wie auch dem Rest der EP an, das er in einer anderen Aufnahmesession entstanden ist. Luke’s Stimme ist noch direkter und die Instrumentierung wärmer. Das größte Highlight der EP ist zweifellos das Stück „Broken Arms Length“. Das eröffnet er mit niedergeschlagener Stimme und hauchzart angeschlagener Gitarre. Nach knapp einer Minute kommt es zu einem Bruch, die Stimme ist mit ein wenig Hall unterlegt und er trägt den Refrain des Songs vor. Der wird über die nächsten drei Minuten immer wieder wiederholt und die Stimmung durch Hall, Percussions und gegen Ende einsetzende Drums immer weiter verdichtet. Das Ergebnis ist einer dieser erwähnten Übersongs. Im Falle von „Broken Arms Length“ vielleicht sogar der beste I Build Collapsible Mountains Song, der bis heute veröffentlicht wurde und allein schon den Release dieser EP rechtfertigt. „Sleeplesser“ und „2Years2Months“ beschließen die „Carousel EP“. Dabei handelt es sich um zwei ruhige, sanft dahingleitende Instrumentalnummern, die auf grundunterschiedliche Weise das facettenreiche Gitarrenspiel von Luke zeigen.

Facebook // Homepage // Myspace // Stargazer Records

Musik von I Build Collapsible Mountains bei Amazon.de kaufen

Discussion

Comments are closed.

Archive