Rezensionen

Hyde & Beast – Keep Moving

Hyde & Beast - Keep Moving

Zehn Jahre ist es jetzt schon her, dass die Sunderlander von The Futureheads ihr selbstbetiteltes Debüt veröffentlichten. Seitdem gehört die Band ebenso fest zur North-East-Szene, wie Field Music, Maxïmo Park und seit ein paar Jahren auch Frankie & The Heartstrings. Über diese Bands hat sich ein kreatives Netzwerk entwickelt, das über die einzelnen Mitglieder eng miteinander verwoben ist und über das es auch immer wieder zu Kollaborationen kommt. Für The Futureheads waren die Jahre seit dem Release ihres Albums sicherlich spannend, manchmal ernüchternd (Verlust des Plattenvertrags, Auseinandersetzung mit einem Major, uvm.), doch Arbeit zahlte sich aus und die Band ist mittlerweile so anerkannt, dass sie Kuratoren beim Split Festival sind. Mit Nebenprojekten hielten sich die Mitglieder in den letzten Jahren ebenso zurück, wie die Band mit neuen Releases. Außer dem A Capella Album „Rant“ im Jahr 2012 kam seit dem Release des vierten Studioalbums im Jahr 2010 nichts Neues. Das änderte sich in letzter Zeit endlich ein wenig Ross Millard war eine Weile Frontmann der kurzlebigen Rivals und spielt seit Kurzem als Live-Mitglied bei Frankie and the Heartstrings, Jaff unterstützt David Brewis bei School of Language und Barry Hyde arbeitet auch an Solo-Material.

Der aktivste Futurehead auf Solo-Pfaden ist Drummer Dave Hyde, der schon seit einigen Jahren mit The Golden Virgins Drummer Neil Bassett das Duo Hyde & Beast bildet. Bereits 2011 veröffentlichten die Beiden das Album „Slow Down“, auf dem sie in sommerlichen Songs die psychedelische Seite des Pop erkundeten, sich im Pop der 60er und 70er bedienten und Inspiration von den Beach Boys, Beatles, The Velvet Underground und T. Rex bezogen. Mit „Keep Moving“ veröffentlichten Hyde & Beast nun ihr zweites gemeinsames Album.

Musikalisch zeigt sich das Duo nun noch relaxter und sommerlicher, aber ebenso experimentierfreudig, wie auf dem Debüt. Die Band schlendert durch teils kaleidoskopische Pop-Songs mit viel Retro-Charme und ansteckenden Melodien, wie beim leicht angerockten „Blue“. Auffällig ist auch, dass sich Dave Hyde besser in seine Rolle als Frontmann und Lead-Sänger einfindet. Seine Stimme klingt direkter und selbstbewusster, wodurch die Aussagen der Stücke noch besser rüber kommen. Und auf die Texte kommt es hier auch an, denn mit stehen im starken Kontrast zur leichtfüßigen Note der Stücke. Hier singt das Duo über seine jeweiligen Rückschläge im Liebesleben und schüttet sich das Herz aus. Die gut gelaunte Instrumentierung ist geschickt gewählt, denn so klingen die Musiker nie weinerlich und der Albumtitel sagt ja auch schon, dass sich von ein paar Rückschlägen nicht fertig machen lassen, sondern einfach weiter machen.

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