Rezensionen

Hurray For The Riff Raff – Hurray For The Riff Raff

Seit 2007 hat die Songwriterin Alynda lee Segarra aus New Orleans gemeinsam mit Yosi Perlstein als Hurray For The Riff Raff bereits 2 Alben auf eigene Faust veröffentlicht. Neben der lokalen Folkszene in den USA machten sie damit auch das britische Label Loose Music auf sich aufmerksam, das bereits Künstler wie M. Ward und The Felice Brothers zu internationalem Erfolg verhalf. Die erste Zusammenarbeit von Hurray For The Riff Raff und Loose Music ist nun ein Album, das ganz schlicht auch „Hurray For The Riff Raff“ heißt. Einfach hat es sich die Band auch mit den Songs für das Album gemacht. Dabei handelt es sich nämlich um eine Auswahl von Songs der beiden Alben „It Don’t Mean I Don’t Love You“ und „Young Blood Blues“.

Keine schlechte Idee, so hat man in Europa nun auch die Chance die Band von Anfang an kennenzulernen, ist doch auch ganz altes Material unter den Songs. Die sind laut Band inspiriert vom klassischen Country, dem Rock’n’Roll der 60er Jahre und Songwritern wie Townes Van Zandt, Hank Williams und Neil Young. Kernelement der ruhigen, wahlweise von Akustik-Gitarre oder Banjo getragenen Stücke ist die sanfte Stimme von Alynda lee Segarra. Durch ihren leicht verträumten Gesang zu herrlich altmodischer Instrumentierung fühlt man sich direkt an die Ufer des Mississippi versetzt. Jede Note atmet die musikalische Tradition der Bandheimat und lässt einen für die 45 Minuten des Albums in eine andere Welt entfliehen. Zwar ergeht sich die Band sellenweise in Genre-Plattitüden und verpasst die Chance dem Genre einen eigenen Stempel aufzudrücken. Größtenteils bietet sie aber einen gut gemachten Folk-Sound, den sie unter anderem in den Stücken „Too Much Of A Good Thing“ und „Little Things“ mitreißend eingefangen haben. Und so kann man gespannt auf das erste „richtige“ Album der Band auf Loose Music sein.

Rating: ★★★½☆
Hurray For The Riff Raff

Facebook // Myspace // Homepage // Label

Discussion

Comments are closed.

Archive