Rezensionen

His Clancyness – Vicious

His Clancyness - Vicious

„Vicious“ ist bereits das vierte Album, das der in Ottawa geborene und in Italien und Kanada aufgewachsene Jonathan Clancy mit seinem Projektnamen His Clancyness veröffentlicht. Bisher hielt sich der junge Musiker immer weit unter unserem Radar auf, doch mit seinem ersten Fat Cat Release konnte er sich nicht länger verstecken, ist doch das britische Kultlabel für ausgezeichnetes Signing bekannt.

Clancy, der sich seine Hörner in seiner Jugend in Hardcore und Punk Bands abstieß, widmet sich seit 2009 eher weniger harten Klängen und produzierte als His Clancyness in seinem Schlafzimmer Popperlen mit starkem DIY-, Psych- und Indie-Charakter, wegen denen Fat Cast letztlich auf ihn aufmerksam wurde.

An der Aufnahmetechnik hat sich auch zu „Vicious“ nicht viel geändert. Clancy hat laut Label wieder allein in seiner Wohnung gehockt und verschwurbelte Gitarren, blecherne Drums, leicht kitschige Keyboards und dichte Ambientsounds zu warmen DIY-Rocksongs kombiniert, über denen seine Stimme mit schwebt. Mal mit viel Hall, häufig aber auch unheimlich direkt.

Mit seinem vierten His Clancyness Album gelingt es Clancy ab der ersten Minute dem Hörer ein Lächeln auf’s Gesicht zu zaubern. Clancy vermischt gekonnt sonnige Melodien mit einer gewissen Spur Psychedelia und cleveren Songstrukturen. So wuselt er sich dann auch direkt durch den Opener „Safe Around The Edges“ und pflanzt einen fetten Ohrwurm. In „Gold Diggers“ bedient er sich dann ein wenig im Country und singt mit tiefer, lakonischer Stimme. „Vicious“ bietet zahlreiche Spielarten der Rockmusik, die Clancy durchaus kurzweilig vermischt und damit so eine Art verträumtes Glam-Rock-Album erschafft. Klingt nach etwas, das gar nicht funktionieren kann? Tut es aber komischerweise sehr gut.


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Discussion

  1. […] wenigen Wochen veröffentlichte der Italo-Kanadier Jonathan Clancy mit dem Album “Vicious” seinen neuesten Streich und ein Album, mit dem er unter seinem Projektnamen His Clancyness bald […]

    Posted by His Clancyness – Video zu “Miss Out These Days” | WhiteTapes | Februar 6, 2014, 12:59 pm
  2. […] Band um den Italo-Kanadier Jonathan Clancy hatte neben guter Laune auch das aktuelle Album “Vicious” im Gepäck und fand sich pünktlich zum Beginn des Konzerts um 20 Uhr auf der Bühne der Orangerie […]

    Posted by Maxïmo Park + His Clancyness – Botanique, Brüssel, 10. Februar 2014 | WhiteTapes | Februar 13, 2014, 4:59 pm

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