Rezensionen

High Hazels – High Hazels (s/t)

High Hazels

Der Werdegang des Quartetts von High Hazels kann sich schon sehen lassen. Das Quartett aus Sheffield gründete sich erst Ende vorletzten Jahres und seitdem nicht nur in paar Singles veröffentlicht, sondern in diesem Jahr mit „In The Half Light“ auch gleich seine erste EP aufgenommen. Und da es High Hazels scheinbar im Moment, beflügelt von einem kleinen Hype um sie, leicht fällt, Songs zu schreiben, ist jetzt mit „High Hazels“ auch das Debüt der Band erschienen.

Wie schon auf der Debüt-EP bietet das Quartett darauf eine Verneigung vor dem wichtigsten, was die britische Musikszene in den letzten 40 Jahren hervorgebracht hat. Vor allem vor dem guten alten Beat-Sound und dem Brit-Pop der 90er.

Musik, mit der auch schon Eight Legs, The Fratellis, The Crookes und viele mehr in den letzten Jahren auf sich aufmerksam machen wollten. Letztere kommen passenderweise ebenfalls aus Sheffield und luden High Hazels kürzlich als Support auf ihre England-Tour ein.

Wie es bei vielen Bands dieser Art ist, bieten High Hazels in all ihren Songs dann auch eine stets etwas unterkühlte Attitüde gepaart mit durchaus gefälligen Melodien. Dabei ist dem Quartett auch ein gewisser Groove nicht abzusprechen, den High Hazels durch dezente Einflüsse aus dem Northern Rock der Marke Mando Diao in ihre Songs einfließen lassen. Das sorgt für lässige Mid-Tempo-Nummern, die im Drei-Minuten-Takt durch die Boxen fließen und bei etwas höherem Tempo, wie bei der etwas zackigeren Single „Misbehave“ sogar Hitpotential bieten.

So richtig originell wirken die Songs auf „High Hazels“ jedoch nie. Die Stücke klingen zu klischeebeladen und der Band scheint Attitüde stets wichtiger zu sein, als überraschendes Songwriting. Ein gutes Gegenbeispiel zur Herangehensweise des Quartetts sind beispielsweise Spectrals, auf zwei Alben zeigte die Band, dass man einen ähnlichen Sound spielen kann, ohne den Anspruch ans Songwriting aufzugeben.

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