Rezensionen

Hey Sholay – ((O))

Hey Sholay

The Independent hatte nicht beschrieb die Jungs von Hey Sholay Anfang des Jahres absolut zu Recht zu ihren Ones To Watch und erwähnt die Band seitdem immer gern. Mit ihrer ideenreichen Mischung aus Indie-Pop, Folk und Rock haben sie einen süchtigmachenden Sound kreiert, der einfach aufhorchen lässt. Kein Wunder also, dass auch Drowned in Sound schreibt „Out there, somewhere, there’s a parallel universe where Hey Sholay are selling out arenas, breaking America and dating women twice their age.“ Ja klar, das ist wieder dieses typische „die Musikwelt ist so ungerecht“-Gerede, aber irgendwo sollte man auch nie aufhören sich darüber zu beschweren. Hey Sholay hätten es nämlich wirklich verdient, wenn die Realität des Paralleluniversums auch hier wahr wäre.

So bleibt Hey Sholay nur der harte steinige Weg durch die winzigen Indie-Clubs auf der Insel und ein in harter Kleinarbeit zusammen erarbeitetes Debütalbum. Glücklicherweise schenkte ihnen das Kultlabel Fierce Panda das Vertrauen und so hat nun ganz Europa die Chance diese junge Band aus Sheffield, der Heimat der Arctic Monkeys, zu entdecken.

Und schon beim Opener „Wishbone (Wish Wish Wish)“ wird klar, Hey Sholay mögen aus der Heimat der Arctic Monkeys kommen, mit deren Sound haben sie aber nichts zu tun. Der klingt nämlich vielmehr wie eine Mischung aus Arcade Fire, The Maccabees, Cajun Dance Party und Los Campesinos!. Also im Grunde Indie-Rock mit einer sphärischen Weite und verspielten Elementen. Das trifft es vermutlich sogar ganz gut. So bewegt sich die Band häufig mit einem stampfenden Beat durch bunte Songs, die sie immer wieder durch kleine Einsprengsel anreichern und so aus der typischen Indie-Pop-Hitschiene auf eine kreativere Ebene heben. Der Hitcharakter bleibt dabei dennoch erhalten und Hey Sholay beweisen, wie viel Tiefe in ein eigentlich bereits ausgelutschtes Genre passt. Besonders beim großartigen „Burning“ merkt man das. Ein Song, der auch gesanglich an Cajun Dance Party erinnert, allerdings noch mit leichten Einsprengseln von Dartz! in eine etwas vertracktere Richtung geht und sich damit nicht gleich als Radiohit anbiedert. Und, um noch einmal auf das Paralleluniversum aus dem Eingangssatz zurückzukommen, vielleicht schaffen es Hey Sholay ja auch hier, ohne, dass sie ein Wurmloch zu einem anderen Universum öffnen müssen. Verdient hätten sie es allemal.


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Das Album ist in limitierter CD Auflage und als Download erhältlich. Ab November folgt die Deluxe CD Version und die Vinyl.

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