Rezensionen

Gregor McEwan – Houses and Homes

Es ist Herbst. Das merkt man nicht nur an den langsam aber sicher kahl werdenden Bäumen, den sinkenden Temperaturen und den stärker werdenden Stürmen, sondern auch an der zunehmenden Release-Dichte sogenannter Herbstmusik. Gern gemacht von jungen Männern mit akustischer Gitarre und sanfter Stimme. Sehr aktuelle Beispiele sind etwa Johannes Mayer, alias The Late Call mit seinem neuen Album „You Already Have A Home“, oder auch das schwedischen Projekt The Grand Opening, deren drittes Album „In The Midst Of Your Drama“ ebenfalls ganz frisch in den Läden steht. In Deutschland singen diese jungen Männer vorwiegend auf Englisch, da viele ihrer Vorbilder aus dem englischsprachigen Raum kommen.

Wohl auch, da es deutschsprachige Singer-Songwriter noch ein wenig schwerer haben wirklich ernst genommen zu werden. Hagen Siems, Sänger der mittlerweile aufgelösten Helter Skelter, hat sich deshalb konsequenterweise mit Gregor McEwan auch direkt einen englisch klingenden Künstlernamen zugelegt und präsentiert mit „Houses and Homes“ dieser Tage sein Solo-Debüt. Eine Sammlung von Songs, die ihn teilweise bereits seit 2005 begleiten und zusammengewachsen sind zu einem Album, auf dem er jene Geschichten erzählt, die man üblicherweise so bei Herbstmusik findet, nämlich Liebe, Sehnsucht, Melancholie und wie im Fall von Gregor McEwan bereits der Albumtitel zeigt, das Zuhause. Für die Aufnahmen in Berlin und Hamburg hat er jede Menge Freunde im Studio versammelt, darunter etwa Jonas Künne von Black Rust an der Mandoline. Das Ergebnis sind Arrangements, die vor allem von sanften Gitarrenspiel und der ruhigen Stimme von Gregor McEwan getragen werden. Dabei gelingt es ihm aus diesen beinahe jeden Herbst inflationär kombinierten Zutaten wirklich mitreißende Songs zu schaffen, denen man sich nur schwer entziehen kann. Etwa in „Together Alone“, das beinahe etwas an „Be Good Or Be Gone“ von Fionn Regan erinnert. Gerade aber, wenn er sich, wie in „Vs“ noch von einer zarten Frauenstimme begleiten lässt, ruft das auch die ein oder andere Gänsehaut hervor und man fühlt sich erinnert an Songs von Ryan Adams „Heartbreaker“. In „A Part Of You“ erschaffen beide dann eine so dichte Atmosphäre, dass man sich schnell darin bestätigt fühlt, dass auch deutsche Singer-Songwriter mit englischen Texten durchaus internationales Format entwickeln können und mehr sind als nur die Summe ihrer Einflüsse.

Rating: ★★★★☆
Gregor McEwan

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Discussion

  1. […] Ado About Loving” dr Nachfolger des mittlerweile drei Jahre alten Gregor McEwan Debüt “Houses and Homes”. Mit “Oh Daddy” erschien fast genau drei Jahre nach dem Release die erste Vorabsingle […]

    Posted by Gregor McEwan – Video und Gratis-Download “Manners Make The Man” | WhiteTapes | Dezember 26, 2013, 1:15 pm
  2. […] Album “Much Ado About Loving”, das am 24. Januar circa drei Jahre nach dem Solo-Debüt “Houses and Homes” […]

    Posted by Gregor McEwan – Album-Opener “First Leg” zum Tourstart im Stream | WhiteTapes | Januar 8, 2014, 3:59 pm
  3. […] Freitag ist es endlich soweit. Ein wenig mehr als drei Jahre nach “Houses and Homes”, dem Solo-Debüt von Gregor McEwan erscheint dann das zweite Album “Much Ado About […]

    Posted by Gregor McEwan – neuer Song “Rhododendron” im Stream | WhiteTapes | Januar 20, 2014, 2:08 pm
  4. […] Namen Hagen Siems heißt, die wir bereits seit seinem nun etwas mehr als drei Jahre altem Debüt “Houses and Homes” so schätzen und die Gregor McEwan zu einem gern gesehenen Gast hier bei uns gemacht […]

    Posted by Gregor McEwan – Much Ado About Loving | WhiteTapes | Januar 22, 2014, 4:24 pm
  5. […] Jahre alt wird in einigen Wochen das Gregor McEwan Debüt-Album “Houses and Homes”. Auch wenn die Songs zeitlos schön sind, dachte sich der in Berlin ansässige Songwriter nun, dass […]

    Posted by Wir präsentieren: Gregor McEwan – auf Tour ab Januar | WhiteTapes | Februar 14, 2014, 4:37 pm

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