Rezensionen

Greg Weeks – The Hive

gwthEin Mellotron ist so etwas wie der Urtyp der Sampler, über Tasten, wie auf einem Keyboard werden verschiedene Tonspuren abgespielt, auf denen unterschiedlichste Instrumente, wie etwa Flöten, Trompeten, oder Geigen hinterlegt sind. Charakteristisch für das Instrument ist ein leicht leiernder Klang. Was diese Definition nun mit dem neuen Soloalbum von Greg Weeks zu tun hat? Zwei Dinge, zum Einen war ein Mellotron, dass Greg Weeks entdeckt hat der ausschlaggebende Einfluss für den Sound von „The Hive“, zum anderen ist Greg Weeks selbst genau so verschroben, wie das ulkige Keyboard.

So leiert, jault und wimmert Greg Weeks mit dem Mellotron im Einklang, dabei macht er sich besonders häufig das Wimmern das Geräts zu nutze, um der düsteren Stimmung seiner Stücke noch etwas geisterhaftes hinzuzufügen. Dazu kombiniert Greg Weeks dann noch ein zartes Gitarrenspiel, mal akustisch, mal elektronisch verzerrt und ein wenig Schlagzeuggeklapper. Gespensterstimmung über 11 Tracks also, nett als Soundtrack zum aufziehenden Nebel, auf Album-Länge jedoch recht bald sehr anstrengend. Man spürt quasi die Dunkelheit der Songs aus dem CD-Player in den Raum kriechen, die ähnlich einem Dementor aus Harry Potter das ganze Glück aus der Umgebung aufsaugt und in ein tiefes Schwarz taucht. Weeks selbst bezeichnet „The Hive“ als „a response to the atmosphere of apocalypse that permeates the lives of those who are open and receptive to their environment“. Kein Album für glückliche Menschen also, aber auf keinen Fall eines für traurige Gestalten, eher eines für düstere Menschen, wie Greg Weeks, welche die dunkle Ironie, die er in den Tracks versteckt haben will, greifen können.

Greg Weeks Myspace
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