Rezensionen

French Films – Golden Sea EP

Bereits zu Beginn der Woche machten wir einen kleinen musikalischen Ausflug nach Finnland. Nämlich mit Delay Trees und deren selbstbetitelten Debüt-Album, auf dem sie großartigen melancholischen Indie-Pop bieten. Heute wagen wir noch einmal den Blick nach Norden, denn dort veröffentlichten bereits im Oktober die French Films ihre EP „Golden Sea“. French Films wissen dann auch auf ähnliche Weise zu überraschen, wie Delay Trees. Nämlich dadurch, dass sie musikalisch so gar nicht nach ihrer Heimat klingen.

Einzuordnen sind sie musikalisch in den 80ern irgendwo zwischen Joy Division, New Order und Men Without Hats. Oder um einen aktuellen Vergleich zu bemühen, das was das Quintett aus Helsinki hier bietet klingt stark nach The Drums, die im letzten Jahr trotz viel Wind um sie eigentlich nicht viel mehr als ein wenig heiße Luft auf ihrem Debüt präsentieren konnten. Mit dem Titel-Track „Golden Sea“ fühlt man sich gleich in wärmere europäische Gefilde versetzt und sieht sich nicht unbedingt in Helsinki. Der Bass ist mitreißend, die Stimme von Sänger Johannes Leppänen (Danke für den Hinweis) herrlich unaufgeregt, geht aber in den richtigen Momenten nach vorn. Der Sound des Songs ist wavig und lässt direkt die Sonne aufgehen. Im folgenden Stück „Take You with Me“ wird aber gleich ein Manko des Songwritings der Band deutlich. Das Stück mutet im ersten Moment so an, als würde die Band nun „Golden Sea“ mit anderen Lyrics nachspielen. Erst im Verlauf werden die anderen Nuancen im Song deutlich. Mit „Lift Me Up“ und „Dropout Jr.“ zeigt die Band dann jedoch noch ein wenig mehr Variation und bietet kurzweiligen Wave-Pop mit Sonne im Herzen. Ein Debüt der Band ist angeblich für dieses Jahr geplant, wir werden dran bleiben.

Rating: ★★★½☆
French Films

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Golden Sea EP by French Films

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