Rezensionen

Frankie & The Heartstrings – Decency

Frankie & The Heartstrings - Decency

Die Sunderlander von Frankie & The Heartstrings, die circa zwei Jahre nach ihrem Debüt „Hunger“ ihr ebenso überzeugendes Zweitwerk „The Days Run Away“ veröffentlichten, gehören wohl zu den liebenswertesten Indie-Poppern der Insel. Bestimmt können die Musiker auch mal die Sau raus lassen, doch zeigte sich bisher jeder aus unserem weiteren Umfeld sehr angetan von der Höflichkeit und Freundlichkeit der Musiker. Auf und hinter der Bühne.

Frankie & The Heartstrings scheinen ganz einfach grundanständige junge Männer zu sein. Passenderweise haben sie dann auch ihr nunmehr drittes Album der Einfachheit halber „Anstand“, also „Decency“, getauft. Ob sie damit sich selbst charakterisieren wollten, darf zwar bezweifelt werden, es passt aber.

Zumal die Musiker derart anständig waren, den Zwei-Jahres-Rhythmus einzuhalten. Auf Frankie & The Heartstrings ist somit zusätzlich auch noch Verlass.

Und das auch noch nach einer etwas umfangreicheren Besetzungsänderung in den letzten zwei Jahren. Gitarrist Ross Millard (von The Futureheads) ersetzt nun Mick Ross und Michael Matthews von This Ain’t Vegas und Sky Larkin übernimmt den Platz am Bass von Steven Dennis. Geändert hat sich am Sound der Band durch die neue Besetzung nicht all zu viel. Dabei setzen die fünf Musiker nach wie vor auf einen gewaltigen Retro-Charme mit infektiösen Melodien, einer ordentlichen Portion Dringlichkeit im Gesang und zackigen Gitarren. Frankie & The Heartstrings zeigen sich auf „Decency“ mit einem Sound, der sowohl Fans von Indie-Rock der Note Franz Ferdinand und The Futureheads begeistern dürfte, als auch Freunde von 80er Jahre Bands, als XTC und Orange Juice, sowie auch Rockabillys der alten Schule.

Zugegeben, die Zutaten sind auf dem mittlerweile dritten Album der Sunderlander nicht neu, aber Frankie & The Heartstrings mischen diese mit einer ordentlichen Portion guter Laune und klingen dabei so tierisch sympathisch, dass man sich nur von der guten Laune anstecken lassen kann. Da ist es kein Wunder, dass man sich recht schnell dabei erwischt, wie man zu sonnigen Hits, wie „Think Yourself Lucky“ fröhlich mitwippt, bei der Power-Ballade „Hate Me Like You Used To“ beinahe Air-Drums spielt und die Beine bei „Berlin Calls“ nicht mehr still halten kann. Frankie & The Heartstrings ist es wieder einmal gelungen, ein Album zu schreiben, dass vor Optimismus und guter Laune sprüht und ideal ist, um auch das tristeste Sommerwetter gut wirken zu lassen.

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