Rezensionen

For A Minor Reflection – Höldum í átt að óreiðu

Um die Veröffentlichung dieses Albums finanzieren zu können, schlugen For A Minor Reflection einen neuen Weg ein, der sich unter Musikern immer größerer Beliebtheit erfreut. Sie sammelten Spenden über pledgemusic.com. Ihre Gegenleistungen für erbrachte Spenden reichten von dem Album über ein persönliches Wohnzimmerkonzert bis zu einer gemeinsamen Jam – Session.

Sogar Sigur Rós – Bassist Georg Hólm, Bruder des For A Minor Reflection – Gitarristen Kjartan half der Spendenaktion auf der offiziellen Facebook – Seite auf die Sprünge.

Offensichtlich ist das Projekt geglückt, denn ich habe ein Album im Player. Ob die Musik geglückt ist, ist dagegen schwierig zu beantworten. An sich sind die Songs auf „Höldum í átt að óreiðu“ hübsch. Entgegen dem Albumtitel, was soviel heißt wie „Auf’s Chaos zusteuern“, bestimmen liebliche Melodien und ein insgesamt helles Timbre die Platte; an lauten Schlagzeugeinlagen fehlt es trotzdem nicht. Die Produktion erinnert zuweilen an Sigur Rós, was wohl aus den Aufnahmen in den Sigur Rós – Studios resultiert. Aber wie so oft bei Vertretern des Post-Rock ist auch hier nichts Neues dabei. Gewiss beherrschen die vier Isländer ihr Handwerk, doch um sich von dem expansiven Instrumentalmusik-Genre abzuheben, bedarf es heutzutage mehr. Selbst Produzent Scott Hackwith, der mit The Ramones und Iggy Pop zusammenarbeitete konnte keinen frischen Wind einhauchen.

Rating: ★★½☆☆
For A Minor Reflection

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