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Fionn Regan – The Bunkhouse Vol. I: Anchor Black Tattoo

Fionn Regan - The Bunkhouse Vol. I: Anchor Black Tattoo

Singer-Songwriter gehören bekanntermaßen häufig zur Sorte Musiker, die immer einen immensen Output haben und diesen auch regelmäßig raushauen möchten. Da überrascht es nicht, dass der Ire Fionn Regan nach dem Americana-Album „The Shadow Of An Empire“ und dem ruhigen „100 Acres Of Sycamore“ Ende 2012 mit „The Bunkhouse Vol. I: Anchor Black Tattoo“ das dritte Album innerhalb von drei Jahren veröffentlichte.

Heute erscheint es auch physisch in Irland und England und passend dazu hat die Musical Community vom Trinity College in Dublin ein Musical über die Entwicklung des Iren zwischen seinen ersten beiden Alben entwickelt, das Dienstag Premiere feiert. In Irland gilt der 32jährige Musiker mittlerweile als neuer Dylan und wird dieser Beschreibung auch mit „The Bunkhouse Vol. I: Anchor Black Tattoo“ wieder gerecht. Das Album nahm der introvertierte, im Küstenkaff Bray geborene Regan in seinem Heimstudio auf, wo er alle Songs auf ein Vierspurgerät aufnahm. Die Instrumente ließ er ebenso wie den Gesang über nur ein Mikro laufen. Und da das Album mit seinen elf Songs bereits nach 25 Minuten vorbei ist, sollte man jede davon aufsaugen.

Wie man es schon von der Kombi 4-Spur-Rekorder, nur ein Mikro und Heimstudio erwartet, sind alle Songs auf „The Bunkhouse Vol. I: Anchor Black Tattoo“ nur spärlich instrumentiert. Heißt, neben der prägnanten Stimme von Fionn Regan und seiner sanft gezupften und gestrichenen Gitarre passiert nicht viel. Aber das, was er aus diesen beiden Zutaten macht, bekommen andere Songwriter mit ganzer Band nicht hin. Regan erzählt kleine, kurze Geschichten und spielt gekonnt mit Stimmungen. Die meisten Stücke handelt Regan unter drei Minuten ab, lässt sie aber teils so nahtlos ineinander übergehen, dass die insgesamt 25 Minuten vergehen wie im Flug. Highlights kristallisieren sich dennoch heraus. Dazu gehört etwa das sanfte „Salt Cloves“, das Fionn übrigens hier in einer tollen Session für Clash am Lagerfeuer gemeinsam mit The Staves performt hat. Einen wunderbaren Abschluss bildet außerdem der Abschlusstrack „67 Blackout“, mit dem Regan fast vergnügt ein wunderbares Album beschließt, dessen Benennung als „Vol. 1“ darauf hoffen lässt, dass in Kürze noch viel mehr davon kommt.


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