Rezensionen

Final Flash – Homeless

Mit Major im Rücken hätten Band Of Horses eigentlich alle Mittel gehabt, mit ihrem dritten Album „Infinite Arms“ ein echtes Hit-Feuerwerk abzufackeln und die Folk-Rock-Band der Stunde zu werden. Stattdessen präsentierten sie belanglose Folk-Nummern, in denen sie gänzlich die Spannung und tollen Momente der beiden Vorgänger verlassen ließen. Die Enttäuschung einmal beiseite wird klar, dass so Platz am eigenen musikalischen Horizont für die Entdeckung anderer spannender Folk-Bands entsteht. Etwa für Holmes, die im letzten Jahr mit „Have I Told You Lately That I Loathe You“ jenes Album veröffentlichten, das man sich vielleicht von Band Of Horses gewünscht hätte.

Oder Final Flash aus Montreal. Die haben bereits vor dem Release ihres Debüts „Homeless“ eine Welttour hinter sich, bei der sie bereits Fans in China, Japan und Australien in verzücken versetzten. Lange von zu Hause weg spielten sie ihr Debüt mit dem vielsagenden Titel „Homeless“ ein. Darauf vereinen sie psychedelische Rock-Musik mit viel Folk und einer Prise Shoegaze. Ihre Gesangsmelodien klingen dabei tatsächlich immer etwas nach Band Of Horses, ihre Kompositionen zeichnen sich jedoch durch größere Leichtigkeit und mehr Tempo aus. Die Gitarrenwände bilden das hypnotische Grundgerüst über dem der Gesang schwebt und wahlweise durch Pianos und andere Zusätze begleitet wird. Dabei reichern Final Flash auch gern mal ihre Songs durch das ein oder andere melancholische Element an, werden aber nie trantütig. Zwar vermögen einzelne Stücke selten wirklich aus „Homeless“ herauszuragen, dafür wird das Album aber auch an keiner Stelle langweilig, sondern bietet stets unterhaltsam abgerockten Psych-Folk.


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