Rezensionen

Figurines – Figurines (s/t)

Beinahe hätten die 1990 gegründeten Dänen von Figurines nach dem Release ihres dritten Albums „When the Deer Wore Blue“ Schluss gemacht. Kritiker und Fans konnten mit dem Album nichts anfangen und auch einige Bandmitglieder schmissen hin. Man würde also eigentlich erwarten, dass sich die Band auf ihrem neuen Album einem dunkleren Sound hingibt und die Vergangenheit auf ein Trio geschrumpft die letzten Jahre zu verarbeiten versucht. Vergangenheitsbewältigung gibt es dann stellenweise wirklich, jedoch ist diese nie bitter oder düster.

Das Trio schient vielmehr die Sonne eingefangen zu haben und präsentiert einen sonnendurchfluteten, vergnügt quietschenden und bei Zeiten auch mal verträumten Indie-Pop, der stellenweise an die Landsleute von The Kissaway Trail, oder auch Phoenix und Clap Your Hands Say Yeah! erinnert. Insbesondere der Opener „Hanging From Above“ macht richtig Laune. Ein fluffiges Stück Sommer-Pop mit Keyboard, Gitarre, Stakkato-Schlagzeug und ein toller Refrain, bei dem man schon ganze Festivals „Hello“ rufen hört. Ähnlichen Hitcharakter gibt es im Anschluss zwar nicht ganz so oft, die Qualität bleibt dennoch auf einem hohen Level und die Band zeigt mit ihrem selbstbetitelten Album ein gelungenes Comeback nach drei schweren Jahren.

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