Rezensionen

Federico Aubele – Amatoria

Lässig sitzt der junge Argentinier Federico Aubele auf seinem Album-Cover in einem Lounge-Sessel. Sinnierend schaut er drein, als würde er über seine Erfahrungen nachdenken, die der Weltenbummler in aller Welt gemacht hat. 2001 zog er wegen der Wirtschaftskrise in seiner Heimat hinaus in die Welt. Zunächst nach Berlin, wo er auch deutsch lernte. Von dort schickte er ein Demo an das Thiervey Corp. Label Eighteenth Street Lounge Music, von denen er dann auch unter Vertrag genommen wurde und 2004 veröffentlichte er dann auch sein erstes Album „Gran Hotel Buenos Aires“. Im Anschluss zog er nach Barcelona und spielte „Panamericana“, sein zweites Album ein. Dort hielt es ihn auch nicht lang und er zog weiter nach New York.

Die neue Heimat bedeutete natürlich auch ein neues Album, sein inzwischen dritte, das auf den Titel „Amatoria“, das lateinische Wort für „Liebe“, entlehnt der römischen Abhandlung „Ars Amatoria“, was übersetzt so viel wie „die Kunst der Liebe“ bedeutet, hört. Der junge Latino scheint das Klischee des Latin-Lovers gern zu bedienen, auch wenn er schon ein paar Jahre verheiratet ist. Das gefundene Glück ist wahrscheinlich auch der Grund für seine Rückkehr nach Buenos Aires, vielleicht auch, weil er der Wirtschaftskrise nicht entgehen konnte und diese New York, wie keine andere amerikanische Stadt erwischt hat. Da sitzt er nun also in seinem Lounge-Sessel und sinniert. So klingt auch seine Musik, die eine Mischung aus Latin-Musik, Dub-Reggae und Trip Hop darstellt. Beeinflusst von den Stilen, die er in seiner Latein-Amerikanischen Heimat und in aller Welt aufgegriffen hat singt er entspannte Song über die Liebe. Im Vordergrund immer seine Gitarre, die sanft die Stimmung vorgibt. Immer ein bisschen weinerlich aber im klassichen Mariachi-Gewand kommt die daher. Gepaart mit Aubele’s spanischem Gesang auf Trip-Hop Beats, manchmal im Zusammenspiel mit zarten weiblichen Stimmen. Das geht alles leicht durch die Boxen und ist wenig aufdringlich, das klingt eben, wie man sich Latein-Amerikanische Lounge-Musik vorstellt, unaufdringlich, locker und lässig beschwingt.

Rating: ★★★☆☆
Federico Aubele
Video zu „Suena Mi Guitarra“

Myspace // Label

Amatoria – bei Amazon.de kaufen

Discussion

Comments are closed.

Archive