Rezensionen

Fatherson – I Am An Island

Fatherson - I Am An Island

Knappe vier Jahre ist es jetzt tatsächlich schon her, dass wir euch die damals noch als Quartett auftretende Band Fatherson aus der schottischen Kleinstadt Kilmarnock vorstellten. Mittlerweile ist die Band auf ein Trio geschrumpft und in das 40 km entfernte Glasgow übergesiedelt.

Seitdem sind Fatherson zu einem festen Bestandteil der dortigen Szene geworden und haben sich durch Touren mit Frightened Rabbit, Panic at the Disco, Twin Atlantic, Idlewild, Feeder und Lonely The Brave auch außerhalb des UK einen Namen gemacht.

Mit „I Am An Island“ veröffentlichte das Trio vor etwa einem Jahr dann auch endlich sein Debüt-Album, mit dem es nicht nur zahlreiche positive Kritiken einfahren konnten, sondern auch den Scottish Music Award als „Rising Stars“ gewannen. Kein Wunder also, dass auch Deutschland mittlerweile auf Fatherson aufmerksam geworden ist und die drei Musiker nach einer Support-Tour für We Were Promised Jetpacks im letzten Herbst nun auch ihr Debüt bei einem deutschen Label veröffentlichen können.

So bekommt Fatherson’s „I Am An Island“ dann auch die Aufmerksamkeit, die es im letzten Frühjahr schon hierzulande verdient hätte. Der Band gelingt es nämlich, das relativ festgefahrene Genre des Alternative-Rock mit viel Leidenschaft und der richtigen Dosis Pathos durchaus spannend zu interpretieren. Die Gitarren sind weit im Vordergrund und wechseln zwischen fetten Riffs und verzerrten Gitarrenwänden. Sänger Ross Leighton singt dazu mit klarer Stimme und schmeißt sich Genre-typisch in den Refrains mit voller Kraft in die Songs. Dabei dürfen im Chor gesungene „Oooh oooh oooh’s“ natürlich nicht fehlen. Das sorgt dafür, dass das Album teils Züge von Fall Out Boy und Biffy Clyro trägt, doch Fatherson schaffen es glücklicherweise, meist noch einmal den Dreh zu kriegen, bevor der Pathos überquillt. Dafür sorgen vor allem die packenden Instrumentalpassagen, in denen sich das Trio ordentlich ausrockt und den Hörer auf überbordernden Klangteppichen bettet. In der Summe ist das, was Fatherson auf „I Am An Island“ bieten, alles nicht neu, doch sorgen die ungestüme Note des Bandsounds und vor allem die vielen kleinen Finessen, die in den Songs verarbeitet sind, dafür, dass das Album auch über einen längeren Zeitraum spannend bleibt.

Facebook // Homepage

Musik von Fatherson bei Amazon.de kaufen

Discussion

Comments are closed.

Archive