Rezensionen

Fake Major – Have Plenty Of Fun (EP)

Fake Major - Have Plenty Of Fun

Fast drei Jahre ist es schon her, dass die Schotten von Endor mit ihrem selbstbetitelten Debüt nicht nur eines der besten Alben 2010, sondern auch einen Instant Classic, veröffentlichten. Das großartige Indie-Pop-Werk dreht auch heute noch fleißig seine digitalen Runden in unserem iPod. Deshalb erfüllte es uns auch mit ein wenig Trauer, als die Band Anfang des Jahres bekannt gab, dass Endor Geschichte wären. Diese Nachricht wurde aber direkt mit einer guten Nachricht verbunden. Sänger und Songwriter David McGinty und Giarrist Richard Ferguson gaben nämlich bekannt, dass sie uns als Fake Major erhalten bleiben. Seinerzeit hatten sie auch schon das neue Stück „Little Researcher“ im Gepäck, das uns gleich verzauberte und die guten alten Endor Zeiten heraufzubeschwören vermochte. Mit „Have Plenty Of Fun“ erscheint nun auch pünktlich zum endgültigen Durchbruch des Frühlings in Deutschland die Debüt-EP des Duos. Vier Songs, die im Old Mill Studio in Glasgow aufgenommen wurden. Produziert wurde die EP von Andrew Bush (We Were Promised Jetpacks, De Rosa und The Savings and Loan) und gemastert von niemand geringerem als Iain Cook (Mitglied von Aereogramme und The Unwinding Hours, der kürzlich auch das Chvrches Debüt masterte).

Fake Major bezeichnen sich selbst als „four-armed Singer-Songwriter“. Eine ganz passende Beschreibung, wenn man sich den zweistimmigen Gesang und das Gitarren-Zusammenspiel der Beiden beim Opener „Little Researcher“ anhört. Das Ergebnis ist eine wunderbar luftige Indie-Pop-Nummer, die zum Schwelgen einlädt und ganz klare Parallelen zur Bandvergangenheit des Duos zeigt. Mit „Fiction“ folgt eine reduziertere Nummer, bei der die Band auch auf Drums und Keyboard setzt. Das Stück hat viel Raum und entfaltet sich langsam, um in den Refrains eine herrlich berührende Note zu offenbaren. Eine Nummer, die man sich mit Breitwand-Gitarren auch auf einem Travis Album vorstellen könnte. „Cotton and Ink“ steht in der Tradition von „Chapel Doors“ vom Endor Debüt und bietet neben viel Piano auch Streicher und gegen Ende ein wenig Bombast auf. Die EP schließt mit dem beschwingten „Love in the Mundane“. Einer gut gelaunten Pop-Nummer, mit der die EP beschlossen wird, wie sie bei „Little Researcher“ öffnete. Endor müssen wir nun auch nicht weiter nachtrauern, denn Fake Major zeigen sich mit dieser Debüt-EP als mehr als ebenbürtiger Nachfolger.

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