Rezensionen

Evening Hymns – Quiet Energies

Evening Hymns - Quiet Energies

Neblig und dunkel sah die Welt auf dem Cover zu „Spectral Dusk“, dem letzten Album des Kanadiers Jonas Bonnetta. alias Evening Hymns, aus. Recht dunkel, und vor allem traurig, war auch der Sound des Albums. Bonnetta verarbeitete auf dem Werk nämlich den Tod seines Vaters in nachdenklichen, melancholischen Stücken.

Drei Jahre sind seitdem vergangen und mit „Quiet Energies“ erschien nun das dritte Evening Hymns Album. Das Cover deutet es schon an, die Trauer ist verflogen und die Welt von Jonas Bonnetta erstrahlt nun wieder heller.

Das schlägt sich natürlich auch im Sound wieder und so klingt „Quiet Energies“ von Anfang an befreiter, lockerer und ja, teils sogar vergnügt.

Entstanden ist das Werk auf einem ausgedehnten Roadtrip des Musikers, der ihn quer durch Kanada führte und bei dem Bonnetta vor allem sehr viel Tom Petty hörte, sich von der Natur inspirieren ließ, die neue Energie in ihm freisetzte. Statt ruhigem Folk-Pop, gibt es nun auch schnelleren Power-Pop und Folkrock zu hören.

Direkt der Opener „If I Were A Portal“ bietet einen unterhaltsamen Einstieg, der, trotz mittlerem Tempo, viel Euphorie verstreut. Das bedeutet aber nicht, dass auf dem gesamten Album ein höheres Tempo vorherrscht. Stattdessen gibt es eine interessante Mischung aus euphorischen Songs, bei denen auch gern mal knarzende Gitarren zum Einsatz kommen und ruhigen, nostalgischen Songs, mit teils sphärischen Klängen. Gerade das leicht sinnierende „Rescue Teams“ ist ein schönes Beispiel für die ruhige Seite von „Quiet Energies“.

Im krassen Gegensatz dazu steht „All My Life I Have Been Running“, wo Indie-Rock auf Folk trifft und Evening Hymns so positiv, wie noch nie klingen. Trotz dieser Gegensätze harmoniert die Zusammenstellung perfekt, wodurch „Quiet Energies“ eine mehr als runde Sache ist, die viel Abwechslung zeigt und deshalb auch über die gesamten 40 Minuten zu lebendig bleibt.

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