Rezensionen

Emmy The Great – First Love

EmmyEmma Lee-Moss, besser bekannt als Emmy The Great trägt inzwischen schon so lange das Etikett des „Next Big Thing“ vom altehrwürdigen NME, dass sie mit ihrem Debüt-Album „First Love“ in England nun schon beinahe als alter Hase wahrgenommen wird. Den Hype um ihre Person hat sie selbst immer ein wenig durch regelmäßige Single-Veröffentlichungen seit 2006 angetrieben, parallel schraubte sie immer wieder an Album Nummer 1 und ging auf Tour mit Lightspeed Champion, Tilly And The Wall und Kate Nash (letztes Jahr auf ihrer Deutschland-Tour). Nun liegt das Debüt-Album aber endlich vor und der Rummel um Emmy The Great dürfte – zumindest in England – noch größer werden.

Hört man sich das Debüt an, ist der Rummel durchaus verständlich, auf „First Love“ vereint die Londonerin alle Songwriter von Cohen über Dylan, bis hin zu Neil Young zu ihren eigenen, berührend vorgetragenen Folk-Songs. Die Themen des Albums sind, wie der Titel schon verrät „Liebes-Beziehungen“ mit all ihren schönen und schlechten Seiten, darüber wie ernsthafte Beziehungen irgendwann doch an Alltäglichkeiten zerbrechen, wie sich die erste Liebe anfühlt und über das Schluss machen. Dabei sind die Texte messerscharf pointiert und immer mit Metaphern versehen, die Emmy The Great’s britischen Humor zeigen.  So entstehen bittersüße und schon im Opener „Absentee“ mitreißende Folk-Songs, in denen häufig nur Gesang und Akustik-Gitarre im Vordergrund stehen. Parallelen im Sound kann man dabei bei Belle & Sebastian und vor allem bei Emma’s gleichaltriger Kollegin Laura Marling suchen. Der hat sie allerdings, abgesehen vom besseren Aussehen, vor allem die noch besseren Geschichten und mitreißenderen Songs voraus. Man könnte auch sagen, endlich mal eines dieser „Mädchen mit Gitarre“, das uns zu mehr als einem „ganz ok“ hinreißt.  

Video zu „First Love“

httpv://www.youtube.com/watch?v=8dS8uy5fwfs

Myspace // Homepage // Label

Discussion

Comments are closed.

Archive