Rezensionen

Elephant – Sky Swimming

Elephant - Sky Swimming

„Nocturnal Lo-Fi Bedroom Dreamy Beach Pop“. Das klingt doch nach einer vielversprechenden Beschreibung. Ausgesucht haben sie sich die Londoner Newcomer von Elephant. Dabei handelt es sich um das Songwriter-Duo Amelia Rivas und Christian Pinchbeck, die sich vor drei Jahren bei einer Party kennen lernten und kurz darauf nicht nur ein Musikerduo, sondern auch gleich ein Paar wurden.

Seitdem erschafft das Duo unter dem Namen Elephant Musik, die laut eigenen Angaben von Everything But the Girl Angelo Badalamenti, Arrested Development, Toro Y Moi und dem 60er Jahre Produzenten Joe Meek beeinflusst ist.

Mit „Sky Swimming“ veröffentlichte das Duo nun drei Jahre nach seinem ersten Aufeinandertreffen auch sein Debüt. Zwölf Songs, auf die Das Attribut „Nocturnal“ durchaus zutrifft. Denn Elephant bieten hier schwelgende Pop-Songs mit düsteren Klängen, viel Hall und schwebendem Gesang, die sich am besten in der Nähe von Daughter, Grizzly Bear und Best Coast verorten lassen.

Den Songs wohnt eine tiefe Kraft inne, was ihnen trotz teils spärlicher Instrumentierung eine gute Portion Druck verleiht. Mit geloopten Streichern, dumpfen Trip-Hop Beats und einer grundsätzlich verträumten Stimmung. Ruhige Melodien mit einem Hang zu einer gewissen Eingängigkeit und dem Mut zu kleineren Klangexperimenten machen Songs, wie „Allured“ zu gemütlichen Popsongs, die wie der Tau an einem Frühlingsmorgen von den Blättern tropft. Die teils eingesetzte tänzelnde Orgel verleiht dem Album zudem eine schöne spielerische Note und sorgt zwischen viel Hall, Dream-Pop und Shoegaze-Elementen für lockere Stimmung. Mit „Elusive Youth“ fehlt dann auch der Hit für die Indie-Disco nicht, was „Sky Swimming“ zu einer durchweg runden Angelegenheit und einem der stärkeren Pop-Alben der ersten Jahreshälfte macht.

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