Rezensionen

Eight Legs – Searching For The Simple Life

Vier Jungs aus England, London um genau zu sein, zwischen 19 und 20 Jahre alt. Der Akzent spricht für sich. Eine weitere Teen-Indie Band?! Definitiv. Jedoch unterscheidet sich diese Band in einer Sache von ihren Kollegen den Kooks oder den Arctic Monkeys. Und das ist der offensichtliche Hang zur Melancholie. Sie hätten es sich mit ihrer ersten Platte einfach machen können. Ein wenig leichter Indie für die kleinen Mädchen und vielleicht würde sich sogar der ein oder andere angetrunkene Junge verführen lassen. Haben sie aber nicht.

Stattdessen wird Wert auf gute Wortwahl sowie auf anspruchsvolle Texte gelegt. Nicht im Sinne von Maximo Park oder vergleichbaren Bands. Aber anspruchsvoller, als so manches, was sich auf dem Musikmarkt so rumschlägt. Searching For The Simple Life heißt das Erstlingswerk. Und ausnahmsweise scheint der Hype, den u.a. der NME im UK aus dem Boden gestampft hat, berechtigt. Nicht umsonst haben sich auch schon diverse deutsche Musikzeitschriften auf die jungen Briten gestürzt und nicht umsonst steht kurz nach der Album Veröffentlichung vom 1. Februar diesen Jahres auch schon eine Tour hier zu Lande an. Es geht nicht ums Saufen, es geht darum, das Leben zu meistern. Einen Ausweg zu finden, um sich dann wieder wie Teil dieser Gesellschaft zu fühlen und nicht mehr verloren. Mit diesem Konzept, ohne irgendwem da was unterstellen zu wollen, könnten Eight Legs tatsächlich den Kooks und vielleicht sogar den Arctic Monkeys den Rang ablaufen. Vor allem jetzt, da beide Bands im Studio sein dürften. Deutschland liebt britische Bands. Das ging schon bei den Beatles los und wird auch mit Eight Legs nicht abflachen. Guter Indie, zu dem man sicherlich so einige Bierchen trinken kann, aber auf keinen Fall hirnlos.

Video zu „Blood Sweat Tears“

httpv://www.youtube.com/watch?v=knyi4RzjXyk

Myspace der Band

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