Rezensionen

Eels – Tomorrow Morning

Mark Oliver Everett hat sich dazu entschlossen seine Band Eels als akustische Therapiesitzung. Nach dem ziemlich düsteren und hoffnungslosen Vorgänger „End Times“, scheint mit „Tomorrow Morning“ nun Hoffnung eingekehrt zu sein im Eels-Land.

Bereits „I’m a Hummingbird“ versucht jeglichen Zweifel hinfort zu wischen. Die Zeit der Jammerei ist vorbei, jetzt wird es positiv. Fast schon trotzig wird herausgeschrien: „Baby loves me“. Allerlei leichten elektronischen Frickeleien und Keyboard-Einschüben zum Trotz: So ganz überzeugen kann das Album nicht. Keine Frage, das Songwriting ist außergewöhnlich – im positiven Sinne. Aber die Platte will nicht so recht ins Ohr. Unerwartete Wendungen, die nicht harmonisch klingen. Es ist teilweise sogar anstrengend dem Album zu folgen. Dies ist sicherlich nicht per se schlecht, aber man muss sich schon sehr viel Zeit nehmen, um sich auf das Album einzulassen. Und selbst dann, wenn man das geschafft hat und ihm eine echte Chance gibt, ein fader Beigeschmack bleibt dennoch bestehen. Die vertonte Therapiesitzung wirkt an manchen Stellen dann doch schon so, als wenn die Antidepressiva etwas zu drastisch eingenommen worden sind.

Rating: ★★½☆☆
Eels

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