Rezensionen

Dutch Uncles – Out Of Touch in The Wild

Dutch Uncles - Out Of Touch In The Wild

Es gibt Bands, die geben einem trotz zahlreicher seltsamer Chart-Hypes, wie Lady Gaga, PSY und Lana del Rey und unsägichen Erfolgen platter Hosenträgerbanjofolkprogatognisten, wie Mumford & Sons, den Glauben an die Musik zurück. Zum Beispiel wenn eine Band aus dem Umland von Manchester trotz mäßigem Erfolg weiterhin Fürsprecher finden kann und neue Alben veröffentlichen darf. Die Rede ist von Dutch Uncles, die veröffentlichten ihr selbstbetiteltes Debüt seinerzeit auf dem deutschen Kultlabel Tapete Records, bevor sie mit Album Nummer 2 „Cadenza“ auch endlich ein britisches Label für sich gewinnen konnten. Dabei handelte es sich um kein geringeres Label als Memphis Industries, bei denen auch Field Music und Frankie & The Heartstrings unter den Künstlern zu finden sind.

Gerade erstere sind dann auch gleich eine passende Referenz für den Sound der Dutch Uncles, die einfach durch clevere Sounds und ohne irgendwelche Hypes ihr Label überzeugten, mit „Out Of Touch In The Wild“ ein weiteres Album veröffentlichen zu dürfen. Für das Album experimentierte die Band dann auch und verzichtete gänzlich auf Demos, sondern nahm alle Songs direkt auf.

Hört man „Out Of Touch In The Wild“ möchte man dem Quintett auch direkt gratulieren. Wobei wir natürlich nicht beurteilen können, ob die Songs nicht auch mit vorherigen Demoaufnahmen entsprechend gelungen geraten wären. Attestieren lässt sich aber, dass Dutch Uncles ab der ersten Minute zu unterhalten wissen. Gleich mit „Pondage“ bietet die Band einen gelungenen Einstieg, der nach ruhigem Piano-Intro einen von Gesang untermalten immer weiter anschwellenden Beat aufbietet, der beinahe ununterbrochen in „Bellio“ aufgeht und sich zu einer wunderbar vertrackten Dance-Nummer irgendwo zwischen Field Music, Phoenix und The Maccabees entwickelt. Wer bis dahin noch nicht eingenommen ist, dürfte dann von „Fester“ angetan sein. Vertrackte Xylophon-Sounds werden mit drückendem Bass und smartem Gesang zu einer tollen Up-Tempo-Nummer vereint, die richtig Laune macht. „Goodboy“ nimmt noch etwas mehr Fahrt auf und empfiehlt sich so direkt für die Indie-Disco. Mit „Flexxin'“ haben Dutch Uncles in der Folge dann noch einen ähnlich gelungenen Song mit riesigem Hitcharakter. Dank vertrackter Melodien und anspruchsvollen Arrangements weisen alle Songs auch genügend Spannung auf und lassen den Hörer immer wieder Neues entdecken. Das sorgt in der Summe dafür, dass es Dutch Uncles mit unscheinbaren 37 Minuten und ohne irgend eine künstliche Attitüde gelingt ein wunderbares Pop-Album zu erschaffen, das deutlich mehr Beachtung verdient, als eingangs erwähnte Bands.


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Discussion

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    Posted by WhiteTapes Record Of The Year 2013 – das Ergebnis | WhiteTapes | Januar 1, 2014, 2:05 pm

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