Rezensionen

Duncan Lloyd – Seeing Double

Duncan Lloyd war eindeutig nicht derjenige, den man auf dem Schirm hatte, wenn es darum ging zu tippen, wer der erste Kandidat für ein Soloalbum eines Maximo Park Mitglieds veröffentlicht. Da wurden wohl eher Sänger Paul Smith oder auch Keyboarder Lukas Wooller als die heißesten Kandidaten gehandelt. Der Vortritt wurde jedoch Duncan Lloyd gelassen, was, wenn man sich genauer mit den Songs beschäftigt keine Überraschung darstellt, existierten die Stücke doch schon eine lange Zeit und warteten quasi nur darauf in das Licht der Öffentlichkeit zu geraten. Ganz allein ist Duncan Lloyd dann jedoch nicht, die Drums wurden nämlich zusammen mit Bandkollege Tom English eingespielt.

Auf „Seeing Double“ finden sich dann auch viele Stücke, die ganz klar in der Nähe von Maximo Park anzusiedeln sind. Keine Überraschung soweit. „Seeing Double“ gewährt zudem auch ganz neue Einblicke in das Schaffen der Band, hilft so ein Soloalbum doch immer zu erkennen, welche Bestandteile des Bandsounds das jeweilige Individuum verzapft. Bei Duncan Lloyd ist das natürlich neben der Gitarre auch der offensichtliche Groove, der den Maximo Park Songs bei aller romantischen Indie-Rock Attitüde immer innewohnt. Was „Seeing Double“ dann aber von den Bandsongs deutlich abgrenzt ist die Entspanntheit der Kompositionen, die sind nämlich nicht druckvoll und geradeheraus, sondern lassen sich zurückgelehnt treiben. So entwickelt das Album einen warmen, lockeren Retrorock-Sound, was vor allem auch daran liegt, dass die Stücke in Duncan Lloyds eigenem Heimstudio aufgenommen wurden. Die Stücke sind im Ergebnis nicht so zwingend, wie bei den Maximo Park Songs, aber mit der ersten Single „Suzee“, „Misfit“ und „Seven Letters“ sind Hits enthalten, die für Bands, wie z.B. Nada Surf unerreichbar scheinen.


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